Dülmener Heimatblätter

Herausgeber: Heimatverein Dülmen e. V.

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<< Heft 1, 2001

Karl Hullermann

Die Schwestern Unserer Lieben Frau und Dülmen

Kaplan Elting als Motor der Gründung

Die marianische Ordensgemeinschaft besteht seit 1850

Im vergangenen Jahr versammelten sich aus 16 Staaten die Delegationen des 7.500 Frauen umfassenden Ordens in Coesfeld, der Gründungsstadt dieser Kongregation. Alle Erdteile waren dabei vertreten. Einen maßgebenden Einfluss auf die Gründung der Genossenschaft hatte der aus Dülmen stammende junge Kaplan Theodor Elting. Damals stellte er auch die Weichen für die Eröffnung des Coesfelder Krankenhauses am 28. Februar 1850, dem jetzigen St. Vinzenzhospital. Die dabei aufgetretenen Schwierigkeiten in der Vorbereitungsphase schildert Heinrich Josef Thier, der dem vor zwei Jahren nach Coesfeld versetzten Geistlichen nach einer fünfjährigen Planungszeit ein erfolgreiches Beenden der Widrigkeiten zuschreibt. Unterstützt wurde das Verlangen nach dem Hospital durch vielfache Zeitungsaufrufe, in denen besonders auf die in der Umgebung bereits entstandenen Krankenhäuser hingewiesen wurde. So hatte das Dülmener Franz-Hospital bereits 1846 seine Pforten geöffnet.

Wer Einblick in die Entwicklung des Ordens der Schwestern Unserer Lieben Frau hat, wird manchen Berührungspunkt zu Dülmen registrieren.

Elternhaus und Priesterseminar prägten Kaplan Elting.

Johann Theodor Ferdinand Elting wurde am 14. Oktober 1819 in Dülmen geboren. Seine Eltern waren der Müller Johann Bernhard Elting und Lisette geborene Hessel. Die Familie war sehr stark religiös geprägt. Das Elternhaus stand in der Großen Teichsmühle bei Hausdülmen, die sein Vater seit 1780 als Erbpächter der fürstbischöflichen Hofkammer betrieb. Theodor war das dritte Kind in der achtköpfigen Kinderschar. Aus der Ehe der ältesten Schwester, die in Dülmen mit dem Kupferschmied Meiners verheiratet war, stammte ein Sohn, der später ebenfalls Priester wurde. Seine jüngere Schwester Berta, die 1851 dem von Kaplan Elting mitbegründeten Orden beigetreten war, starb bereits ein Jahr später. In der Öffentlichkeit wurde auch noch der Bruder Ludwig bekannt, der ab 1855 die Mühle betrieb. Er gehörte 1848 als Dülmener Vertreter dem Westfälischen Congress für Verfassungsfragen an. — In verschiedenen Aufzeichnungen ist nachzulesen, dass der Vater sich seiner Haut wehren konnte. So gewann er einen Zivilprozess in höchstrichterlicher Instanz vor dem Obertribunal in Berlin gegen den Herzog von Croy. Dieser hatte angenommen, dass die Teichsmühle ihm wie andere Länder und Domänen aus dem früheren Vermögen der Kirche zugefallen wäre. Die verschiedenen Gerichtsinstanzen sahen aber Elting nach der Gesetzeslage als rechtmäßigen Eigentümer an.

Theodor Elting (1819-1862)

Theodor Elting (1819-1862)

Theodor kam 1825 in die Dülmener Volksschule und 1831 in die Rektoratsschule. 1834 wurde er Gymnasiast in Coesfeld. Sein Wissensdurst wurde durch den Wechsel an das Gymnasium Paulinum in Münster ab 1836 belohnt. Hier erhielt er nach vier Jahren das Reifezeugnis.

Zum Studium, ab 1840 an der Preußischen Akademie zu Münster, schrieb er sich in den Fächern Philosophie und Psychologie ein. Das Rüstzeug für die spätere Pastoraltätigkeit empfing er ab 1843 im Priesterseminar Münster. Für die Arbeit zur Abwendung der vielfältigen Gefahren der wachsenden Industriegesellschaft wurde der Priesternachwuchs insbesondere mit der christlichen Soziallehre vertraut gemacht. Einer seiner Mitstudenten war Wilhelm Emanuel von Ketteler, der spätere Bischof von Mainz und ab 1849 führend in der katholischen Sozialpolitik, mit dem er freundschaftliche Kontakte pflegte. Dieser gewann Elting für den Einsatz zum Wohle der Armen und Hilfebedürftigen.

Am 1. Juni 1844 wurde Theodor Elting im Dom zu Münster zum Priester geweiht.4 Da er nach Rückkehr in das Elternhaus noch keine Anstellung im Kirchendienst fand, feierte er vorerst in der "Mauritiuskapelle" in Hausdülmen Gottesdienst. Später war er als Hilfskaplan in der Dülmener Pfarrkirche St. Viktor tätig. Sein Predigertalent führte schon bald zu der bischöflichen Weisung, dass er die in Dülmen vorhandene Missionarsstelle wahrnehmen konnte, die sich allerdings nur aus Kollekten finanzierte. Zwei Jahre nahm er diesen Auftrag wahr. In dieser Zeit konnte er auch die Bemühungen des Dülmener Kaplans Franz Bergfeld verfolgen, die zur Gründung des Franz-Hospitals führten. Danach wechselte er nach Hamburg. Eine dort angetretene Missionarstätigkeit endete aber schon nach einigen Wochen durch seinen gesundheitlichen Zusammenbruch. Er kehrte in die Heimatstadt zurück, wo er nach der Genesung seine seelsorgerische Tätigkeit wieder aufnahm. Auf Grund einer Bitte des Coesfelder Dechanten ernannte der Bischof ihn zum Kaplan von St. Lamberti in Coesfeld. Unverzüglich trat er dort im Juli 1848 seinen Dienst an.8

Einfluss der Lehre des Bernhard Overberg

Das Unterrichtswesen war in Deutschland durch die Französische Revolution in ein anderes Fahrwasser geraten. Viele von der Kirche getragene Bildungseinrichtungen wurden seiner Zeit geschlossen. In Coesfeld stellte 1794 eine von dem damaligen Kloster St. Annenthal geführte Höhere Töchterschule den Betrieb ein. Eine Schule mit religiösem Einfluss kam vorerst nicht wieder zustande.

Overberg, der 40 Jahre als Regens des Priesterseminars Münster auch die Lehrerausbildung beeinflusste, stellte sich den in der Neuzeit säkularisierten und rationalistischen Ideen entgegen. Er gab einer humanistischen Spiritualität in Achtung vor der Schöpfung den Vorzug.

Bei ihrer Lehrerausbildung waren auch Hilligonde Wolbring und Lisette Kühling, die an der hinter der Coesfelder Lambertikirche befindlichen Mädchenschule unterrichteten, von den Theorien Overbergs beeinflusst worden. Kaplan Elting empfahl beiden, ihre Arbeit mit einer religiösen Kongregation zu verbinden. Nachdem beide Lehrerinnen seiner Anregung folgen wollten, ging er im Einvernehmen mit dem Bischof daran, einen entsprechenden Orden zu finden. 1849 begannen die beiden Lehrerinnen mit dem Unterricht außerhalb der öffentlichen Schule.9

Damit die vorgesehene Ordensgründung eine gesunde religiöse und wirtschaftliche Basis hatte, beauftragte der Bischof von Münster Kaplan Elting, die Statuten und Einrichtungen des in den Niederlanden gelegenen Klosters Amersfoort zu studieren. Besuche im Nachbarland und der geführte Schriftwechsel dokumentieren den Einsatz des Geistlichen. Die unermüdlichen Bemühungen führten schließlich zu einer Entsendung von drei Schwestern aus Amersfoort nach Coesfeld. Zu ihnen gesellten sich nach Vorstellung durch Kaplan Elting die beiden Coesfelder Lehrerinnen als Postulantinnen. Damit ist das Jahr 1850 das Gründungsjahr des Coesfelder Ordens. Neben seiner Tätigkeit als Kaplan in St. Lamberti führte er dann den bischöflichen Auftrag aus, den Aufbau des Ordens voranzutreiben.8

Preußen wirft seine Schatten voraus

Die Anfangsjahre der Coesfelder Niederlassung waren geprägt von der Sorge, dass der preußische Staat einen negativen Einfluss auf den Einsatz von Ordenslehrerinnen geltend machen könnte. Dennoch forcierte Kaplan Elting mit Nachdruck die weitere Entwicklung der Einrichtung. Bereits 1851 wurde neben der seit zwei Jahren laufenden Unterrichtung armer Kinder ein Institut zur Vorbereitung auf den Beruf der Lehrerin eingerichtet, das spätere Lehrerinnenseminar. Desgleichen wurde eine höhere Mädchenschule gegründet. Für die Mädchen aus der Umgebung wurde eine Handarbeitsschule eröffnet. Kleinkinder aus Coesfeld wurden in der von einer Ordensschwester geleiteten Kinderbewahranstalt betreut. Durch den Bischof von Münster wurde Kaplan Elting 1852 zum Direktor der neuen Gründung bestellt. Von allen außerhalb der Kongregation bestehenden Pflichten wurde er freigestellt.

Wenngleich sich auch das Klosterleben gedeihlich entwickelte, so blieben doch die Befürchtungen, die der preußische Staat auslöste. Es ging besonders um die Herrschaftsgewalt über die in Coesfeld im Orden tätigen Lehrerinnen. Man wusste nicht, ob es zu einer Versagung der Lehrerlaubnis für die Kräfte, die dem holländischen Mutterhaus unterstanden, kommen würde. 1855 trennte man sich daher von Amersfoort. elf deutsche Schwestern bildeten die neue selbstständige Kongregation in Coesfeld.

Wachsen der Genossenschaft

Unbeirrt führte Direktor Elting die Aufbauarbeit weiter fort. Zahlreiche neue Einsatzorte und Arbeitsfelder verzeichnet die Chronik des Ordens. In den ersten zwei Jahrzehnten der Coesfelder Kongregation wurden 40 Niederlassungen in Westfalen, dem Rheinland und in Oldenburg gegründet.

Trotz seiner notwendigen Reisen zu den Neugründungen trieb Elting auch die Wiederherstellung des inzwischen erworbenen Klosters St. Anna auf dem Gelände des jetzigen St.-Vinzenz-Hospitales voran. Unterstützt wurde er bei der Inventarbeschaffung durch den Dülmener Wilhelm Froning. Die Orgel in der Klosterkapelle wurde durch die in Dülmen an der Lüdinghauser Straße existierende Firma Laudenbach angefertigt und aufgestellt. Auch führte er Kollekten zur Beschaffung von Geldmitteln für die Bauarbeiten in Dülmen durch. Notwendige Lebensmittel für den immer an Geldnöten leidenden Klosterhaushalt beschaffte er sich in Sammlungen in den Dülmener Bauerschaften.

1853 waren 20 Schwestern in der Kongregation tätig. Im Vorjahr hatten die beiden Gründerinnen, die bis dahin als Novizinnen im Kloster lebten, durch die Ablegung des Ewigen Gelübdes die endgültige Bindung zur Genossenschaft vollzogen. Bis 1860 hat die Coesfelder Neugründung 43 Postulantinnen eingekleidet.

Seuchen gefährden den Bestand des Klosters

Eine schwere Krise für die Niederlassung trat 1857 ein. Fast hätte eine auftretende Typhusepidemie mit mehreren Todesfällen von Schwestern und Schülerinnen zur Auflösung der Gemeinschaft geführt. Die Volksschulklassen wurden den Schwestern entzogen und weltlichen Kräften unterstellt. Direktor Elting wehrte sich besonders gegen die Machenschaften der Königlichen Sanitätskommission, die in lästiger Weise unverhältnismäßige Anordnungen traf.10 Über ein Jahr musste die Niederlassung die Geißel der Krankheit ertragen. Aber nur dreieinhalb Jahre sollte es danach dauern, in denen wieder normale Zustände einkehrten. Die dann erneut auftretende Seuche beeinträchtigte nachhaltig den Kloster- und Schulalltag.

Direktor Elting litt unter den Strapazen der verhängten Quarantäne. Sanitätsrat Dr. Wiesmann, der aus Dülmen stammende Kreissanitätsrat, stellte ihm eine ernst zu nehmende Diagnose. Selbst Bischof Johann Georg sprach ihn auf seinen Gesundheitszustand an.8 In Kenntnis des Urteils von Dr. Wiesmann schränkte er das Arbeitsfeld des an einem weit fortgeschrittenen Lungenleiden Erkrankten erheblich ein. Vorübergehend besserte sich sein Zustand, so dass er einen Herzenswunsch - das Grundstück der Marienburg für die Unterbringung armer Mädchen zu erwerben - verwirklichen konnte. Die scheinbare Gesundung hielt jedoch nicht lange an. Die eintretenden Beeinträchtigungen seiner Schaffenskraft ließen erahnen, dass sein Ende nahe bevorstand. Am 21. Dezember 1862 verstarb er.

Weitere Entwicklung der Genossenschaft bis zum Kulturkampf

Mit dem Tode von Direktor Elting wurde aber die Neugründung von Filialen nicht abgebrochen. Weitere Niederlassungen konnten den Schulbetrieb aufnehmen. Ab 1870 änderte sich die Lage. Erste Auswirkungen des von Berlin ausgehenden Kulturkampfes machten sich auch hier bemerkbar. So wurden die Anträge, Schulen in Kaldenkirchen, Nieukerk und Griethausen zu übernehmen, abschlägig beschieden. Zu den vorgetragenen Protesten hiergegen hieß es: Es ist nicht an der Zeit, Ordensschwestern in der Schule zu beschäftigen! Die Eingriffe mehrten sich. Der Orden durfte nur noch Lehrkräfte mit Genehmigung des Staates versetzen.

1872 arbeiteten die Schwestern in 27 Volksschulen, acht Töchterschulen, drei Bewahrschulen und zwei Armenhäusern. Sie betreuten 6.098 Kinder.10

In der Folgezeit verschärften sich die Eingriffe Preußens gegen die Lehrorden. Trotzdem diesen Lob gezollt worden sei, so äußerte sich der Kultusminister, rügte er die Gehorsamsbindung an die Ordensoberen. Sie wären daher auch nicht in der Lage, die Kinder zu guten Staatsbürgern zu erziehen. Eine Nichtzulassung von examinierten Ordensschwestern zum Lehramt wäre gerechtfertigt. — Die Kündigung der staatlichen Unterrichtserlaubnis für die Schulen in Aldekerk und Dinslaken lag auf dieser Linie.

Um der fortschreitenden Drangsalierung der Schwestern bei ihrer Bildungsarbeit in Preußen auszuweichen, nahmen einige Schwestern Unterrichtstätigkeiten in den Niederlanden und Oldenburg auf. 1874 folgten acht Schwestern einer Bitte um Arbeitsaufnahme in Amerika. Ziel war Cleveland (Ohio), das sich später zum Zentrum der Coesfelder Schwestern entwickelte.

Der Kirchenkampf in Deutschland führte zu weiteren Belastungen. Im Mai 1875 erging ein Gesetz, dass sämtliche Klöster aufhob. Für Unterrichtsanstalten blieb eine Auslauffrist von vier Jahren. Bis 1877 wurden 26 Töchterhäuser des Ordens mit ihren Schulen in Preußen aufgegeben. Auch das Coesfelder Mutterhaus war betroffen, weil sich die Schwestern nicht der staatlichen Bedingung unterwerfen wollten, ihr Ordenskleid abzulegen. Das Klostergrundstück wurde veräußert. Da der Orden nicht über das Inventar verfügen durfte, sprang der obengenannte Wilhelm Froning wieder helfend ein. Eine Versteigerung wurde von ihm trotz des staatlichen Verbots durchgeführt. Einige Gegenstände kamen nach Dülmen, so die Klosterglocke und die Bänke, die in der Kreuzkapelle aufgestellt wurden.

Die Generaloberin verließ mit einer Schwesterngruppe Deutschland. In ihrer neuen Wirkungsstätte in Cleveland/Ohio (USA) richtete der Orden sein neues Mutterhaus ein. Die Schiffspassage konnte mit dem Erlös aus der Versteigerung beglichen werden.

Rückkehr nach Deutschland

Nach dem Abklingen des Kulturkampfes kehrten die Schwestern wieder in das Rheinland und nach Westfalen zurück. Der Bischof von Münster bat die Coesfelder Schwestern um die Rückkehr in ihren früheren Wirkungsbereich. Da das ehemalige Coesfelder Klostergebäude jetzt als Krankenhaus diente und dem Orden nicht zur Verfügung stand, wurde in Mülhausen (Niederrhein), das noch zum Bistum Münster gehörte, das Mutterhaus bezogen. In den nächsten Jahrzehnten weitete sich das Aktionsfeld der Schwestern wieder über viele Länder aus. Bekannt ist, dass Schwestern aus Mülhausen vorgesehen waren, nach der Gründung des Anna-Katharinen-Stiftes Karthaus im Jahr 1921 die Betreuung der dort untergebrachten Frauen und Mädchen zu übernehmen. Hier kamen jedoch die Hiltruper Missionsschwestern zum Einsatz.

Das Jahr 1941 bezeichnet wieder eine Unterbrechung der Ordensarbeit. Die Gestapo beschlagnahmte das Mutterhaus und wies die Schwestern aus. Nach Kriegsende wurde Mülhausen wieder Ordensmittelpunkt.

Kloster Annenthal (Coesfeld)

Kloster Annenthal (Coesfeld)

1950 nahm die Generaloberin die Verbindung mit Coesfeld auf. 100 Jahre nach der Ordensgründung konnte sie den Grundstückskaufvertrag für die in der Stadtmitte anzusiedelnde neue Niederlassung unterzeichnen. Nach Herstellung des Gebäudes bezogen die Schwestern die Liebfrauenburg und gestalteten den Schulbetrieb in vielfältiger Weise. Viele Dülmener Schüler/-innen haben seither Gebrauch von dem Unterrichtsangebot gemacht.

Im Jahr 2000 wechselte die Schulträgerschaft vom Orden auf den bischöflichen Stuhl in Münster. Die Liebfrauenschule, jetzt als Berufskolleg anerkannt, bietet sowohl Ausbildungsmöglichkeiten für Bewerber/-innen mit Fachoberschulreife als auch für solche mit Hauptschulabschluss an. Einige Bildungsgänge führen bis zur Fachhochschulreife. Hierbei handelt es sich insbesondere um die Berufsfelder Sozial- und Gesundheitswesen, Ernähung und Hauswirtschaft sowie Heilerziehungspflege. Kinderpfleger/-innen erhalten in der Schule das Rüstzeug für ihre spätere Tätigkeit.

Auch andere Städte und Gemeinden profitierten von der Wiederaufnahme der Schwesternaktivitäten. Hierzu zählte die ehemalige Gemeinde Rorup. Im Haus Schwickering wurde in den 60er Jahren ein Kinderheim eingerichtet. Dieses wurde auch einige Zeit als Erholungsheim für die Ordensschwestern genutzt.

1978 bezogen die Ordensschwestern ihr neugeschaffenes Kloster Annenthal am Gerlever Weg in Coesfeld. Es ist jetzt Mittelpunkt der Coesfelder Provinz. 23 Ordensschwestern aus der neuen Stadt Dülmen sind seit der Gründung der Kongregation beigetreten Eine Schwester aus Rorup lebt noch im Mutterhaus Mülhausen. Von den 22 Verstorbenen stammten 15 aus der Stadt und dem Kirchspiel Dülmen und drei aus Buldern. Je ein Eintritt ist aus Hausdülmen, Rorup, Hiddingsel und Merfeld verzeichnet.

Weitere Provinzhäuser in Deutschland befinden sich in Mülhausen-Grefrath und Vechta. Das Generalat wurde 1947 in Rom eingerichtet.1

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