Dülmener Heimatblätter

Herausgeber: Heimatverein Dülmen e. V.

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<< Heft 1, 2004

Wolfgang Werp

Neuerscheinungen

Münsterland. Kreis Borken — Kreis Coesfeld — Kreis Steinfurt — Kreis Warendorf, bearb. von Michael Schmitt, Münster 2002 (Westfalia Picta, Band VI).

Der Bildband bündelt historische Ansichten von Städten, Dörfern, Architekturensembles oder Gebäuden. Aufgezeigt werden alle erreichbaren Bilderzeugnisse zur westfälischen Topographie, die vor 1900 in künstlerischen Techniken entstanden sind. Es handelt sich dabei um Zeichnungen, Gemälde, Druckgraphiken und Porzellanmalereien aus dem Münsterland. Alle Bildzeugnisse sind alphabetisch nach Gemeinden geordnet, so dass sich die den Leser interessierenden Funde schnell ermitteln lassen.

Unter den insgesamt etwa 600 Bildquellen ist Dülmen mit 22 Werken und 9 Abbildungen vertreten. Für den inte;ressierten Laien birgt der Bildband somit eine Fülle von Ansichten und ergänzenden Erläuterungen westfälischer Städte, Dörfer und Herrenhäuser, die einen Blick zurück in vergangene Epochen zulassen und die Entwicklung der Bau- und Kulturgeschichte des Münsterlandes veranschaulichen.

300 Jahre Schule in Hiddingsel, 1702 – 2002. Auszüge aus dem ersten Band der Schulchronik der St.-Georg-Grundschule in Hiddingsel, herausgegeben von der Dorfgemeinschaft Hiddingsel, Dülmen 2002.

Unter Federführung der Schulleiterin M. Gockel haben die Hiddingseler Schulfreunde markante Ereignisse aus der dreibändigen, im Jahre 1892 beginnenden Schulchronik zusammengestellt und in einem Bändchen in Erinnerung gerufen. Nach umfangreicher, zeitraubender Übertragung der Chronik aus der deutschen Schreibschrift ist ein kleines Dokument entstanden, in dem sich die Vergangenheit des Dorfes in Auszügen widerspiegelt. Von der Schülerbücherei bis zum Kriegerheimkehrfest, von der Einweihung der neuen Schule bis zur Maikäfersammlung, von den Elternabenden bis zur Spartakistengefahr usw. reichen die in der Chronik festgehaltenen Ereignisse. Da hilft nur eins: Zugreifen und stöbern!

50 Jahre Nachbargemeinschaft „Ächtern Ossenstall“, herausgegeben von Martin Kreuznacht u.a., Dülmen 2003

Dieses kleine Bändchen zeigt einen interessanten Aspekt gelebter Dülmener Nachbarschaft. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der sich etwa von der Bahnlinie Dülmen-Haltern bis zum Olfener Weg erstreckenden Nachbargemeinschaft wurden denkwürdige Ereignisse in einem aufschlussreichen Rückblick zusammengetragen. Der Name „Ächtern Ossenstall“ geht auf die wirtschaftlichen Aktivitäten der Familie Schücking zurück, die vor den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges auf ihrem Grundstück hinter der Bahnlinie an der Lüdinghauser Straße zur Nutzung des in ihrer Brennerei im Stadtkern anfallenden Trebers die Mast von Bullen und Ochsen betrieben hatte. Nach der verheerenden Zerstörung ihrer Mühle, Brennerei und auch des Kornsilos verlagerte sie den Gesamtbetrieb auf das Gelände rund um den alten Maststall. So lag es für die Dülmener nahe, den Bewohnern des Bereiches südlich der Bahnlinie das Etikett „se wouhnt ächtern Ossenstall“ anzuhängen.

Die Festschrift erzählt die Geschichte von gegenseitiger Hilfsbereitschaft und außergewöhnlichem Entgegenkommen, wie sie insbesondere in der Not der Nachkriegszeit vielfach selbstverständlich war und bis heute bewahrt werden konnte. Die gesellige Festfolge vom 11. bis 14. Juli 2003 spiegelte diese Zusammengehörigkeit treffend wider.

50 Jahre Evangelischer Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken 1953 – 2003, bearbeitet und herausgegeben von Hanspeter Dickel, Steinfurt-Burgsteinfurt 2003.

50 Jahre Evangelische Christus-Kirche Dülmen 1953 – 2003, herausgegeben von der Evangelischen Kirchengemeinde Dülmen, Dülmen 2003.

Beide Schriften würdigen anlässlich der Feiern des 50. Geburtstages von Kirchenkreis und -gemeinde im „Jahr der Bibel“ die Veränderungen und Umbrüche der Lebenssituationen der Menschen in den Kirchengemeinden. „Mit etwa 85.000 Mitgliedern in 20 Gemeinden und als flächenmäßig größter Kirchenkreis in der Evangelischen Kirche von Westfalen hat der feiernde Kirchenkreis immer bewusst seine wichtige christliche und gesellschaftliche Rolle im Münsterland ausgefüllt“, schreibt Regierungspräsident Dr. Twenhöven in seinem Grußwort. Die Festschrift stellt die Kirchengemeinden, die kreiskirchlichen Dienste und Einrichtungen umfassend vor und schließt mit Karten und statistischen wie personellen Daten zur kirchlichen Arbeit.

In der kleinen Broschüre der Dülmener Christus-Kirchengemeinde wird nach einem historischen Rückblick auf die im Zweiten Weltkrieg völlig zerstörte alte Kirche, deren Grundstein bereits im Jahre 1855 gelegt worden war, der Wiederaufbau der Christus-Kirche, die am 27. September 1953 eingeweiht wurde, ausführlich erläutert. Ergänzt wird der Jubiläumsrückblick durch weitere Erläuterungen zur Orgel, zu den Kirchenfenstern, zum Altarfenster und schließlich zu den Kreuzwegen. Beide Schriften zeigen ein lebhaftes Bild aktuellen kirchlichen Lebens.

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