Dülmener Heimatblätter

Herausgeber: Heimatverein Dülmen e. V.

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Brigitte Kramer

Fußball ist Trumpf

Rückblick auf die deutsche und lokale Fußballgeschichte seit ihren Anfängen

Einleitung

Fußball ist ein Spiel und doch auch mehr als ein Spiel. Der Unterschied zwischen Spaß und Ernst wird aufgehoben, wenn der Einsatz der eigenen Mannschaft um den Ball lokale, regionale und gar nationale Leidenschaften bei den Zuschauern weckt. So wird der überraschende Sieg der westdeutschen Elf bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz 1954 heute zur zweiten Geburtsstunde der Bundesrepublik verklärt und das „Wunder von Bern“ in der Publizistik und in Sönke Wortmanns gleichnamigem Kinofilm als sinnstiftendes nationales Gemeinschaftsereignis gepflegt. Während der zurückliegenden rund 150 Jahre hat sich das Fußballspiel zur verbreitetsten und wohl auch beliebtesten Sportart in der Welt entwickelt. Im Jahre 2002 gehörten der seit 1904 bestehenden Fédération Internationale de Football Association (FIFA) 207 Verbände als Mitglieder an, so dass in der Publizistik auch von den Vereinten Nationen des Fußballs gesprochen wird. Als Massenphänomen prägt das Spiel mit dem runden Leder unser modernes Leben kulturell, gesellschaftlich, politisch, wirtschaftlich und mental. Es fasziniert die Menschen mehr denn je, es verbindet und trennt ganze Nationen und Völker, es ist fester Bestandteil der Nachrichtensendungen und ertragreiches Objekt der Vergnügungsindustrie und Werbung.1 Im Folgenden wird dargestellt wie der ehemalige Elitesport aus England in Deutschland und in Dülmen „Karriere“ gemacht hat.

Vorbild England

Varianten unseres heutigen Fußballspiels finden sich bereits in frühester Zeit in China und in Japan, bei den Azteken sowie in Europa.2 Vor allem in Italien und England sind vergleichbare Ballspiele seit dem Mittelalter nachweisbar. Bei diesen europäischen Vorläufern handelte es sich jedoch um raue, oft gewaltsame Spielformen, in der Art von Massenraufereien, an denen ganze Ortschaften teilnahmen. Zahlreiche Verbote durch die englische Obrigkeit wegen der Exzesse und des Aufruhrs, den dieser „Massenfußball“ verursachte, konnten der Begeisterung in der Bevölkerung keinen Abbruch tun. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts zeichnete sich eine Wende ab, als das Spiel an den bis heute berühmten „Public Schools“, den privaten englischen Internatsschulen, heimisch wurde und in dieser Umgebung durch neue, einheitliche und zivilere Regeln seine Erneuerung und Verfeinerung erfuhr. Dabei bildeten sich zwei Hauptspielarten des Fußballs heraus: die mit dem runden und die mit dem eiförmigen Ball. Einige Schulen und Vereine, die das Kickspiel mit dem runden Ball favorisierten, gründeten 1863 in London die Football Association (FA). Die populäre Bezeichnung für diesen Association-Football lautete kurz: „Soccer“. Die Anhänger des eiförmigen Balls, die das Treten des Gegners („hacking“), das Beinstellen sowie das Rennen mit dem Ball in der Hand zuließen, schlossen sich 1871 zur Rugby-Union zusammen.

Die Einführung des arbeitsfreien Samstagnachmittags seit 1850 sowie der seit 1885 anerkannte Status des Berufsspielers, aufgrund dessen ein guter Spieler nicht nur mit Geld, sondern auch mit einem besonders attraktiven Arbeitsplatz von den Vereinen angeworben wurde, führten zur Verbreitung des Spiels in der Arbeiterschaft, die in England den Fußballsport schließlich vollkommen prägte.3 Einfache Regeln, soziale Offenheit sowie Mannschaftsgeist auf der Grundlage des Fair Play boten zugleich die besten Voraussetzungen dafür, dass das populäre Wettkampfspiel auch außerhalb der britischen Inseln bekannt wurde und seinen Siegeszug um die Welt antreten konnte.

Fußballspiel zweier Städtemannschaften aus Berlin und Wien (1910)
Fußballspiel zweier Städtemannschaften aus Berlin und Wien (1910)

Englische Bürger wie Ingenieure, Unternehmer, Kaufleute und Studenten, die in Deutschland lebten, machten das neue Ballspiel auch hier bekannt.4 Diese gründeten gegen Ende des 19. Jahrhundert zahlreiche Fußball- und Cricketorganisationen, die Deutsche als Mitglieder keinesfalls ausschlossen. Die beim Spiel ausgeübten Bewegungen des gesamten Körpers überzeugten viele deutsche Pädagogen. So entstand 1878 der erste deutsche Fußballklub in Hannover als „Deutscher Fußballverein“ zur Unterscheidung zu Rugby-Clubs der englischen Kolonien durch Initiative des Lehrers Ferdinand Wilhelm Fricke. Bereits 1874 hatte der Gymnasialprofessor Konrad Koch am Braunschweiger Martino-Katharineum das Rugby-Spiel eingeführt. Soccer und Rugby wurden von deutschen Clubs damals nebeneinander, aber auch durcheinander gespielt. Weitere Fußballvereine entstanden in Karlsruhe, Heidelberg, Straßburg, München, Basel und Gießen. Unbeteiligte Bürger sprachen allerdings von „Affentum“, „Affensport“ und „Fußlümmelei“.

Der Verbreitung des Fußballsports kam zugute, dass der 1891 gegründete Zentralausschuss für Volks- und Jugendspiele (ZA), der der Nationalliberalen Partei und dem Alldeutschen Verband nahestand, für eine breite „Spielbewegung“ unter der männlichen Jugend warb.5 Die Aktivisten des ZA empfahlen dabei nicht nur das „deutsche Turnen“, sondern auch „English Sports“ und schlossen somit das Fußballspiel mit ein. Erleichtert wurde diese Aktion durch die Übersetzung der Regeln der britischen Football Association ins Deutsche, so dass das deutsche Fußballspiel auf dem weniger verletzungsträchtigen Soccer-Fußball aufbauen konnte.

1891 wurde der Deutsche Fußball- und Kricket-Bund geschaffen, an dessen Stelle im Jahre 1900 der Deutscher Fußball-Bund (DFB) trat.6 Bereits 1928 war er der größte Sportverband der Welt, der 6.000 Klubs und fast 900.000 Mitglieder umfasste und damit der englischen Football Association den Rang abgelaufen hatte. Heute gehören dem DFB 27.000 Vereine in der Bundesrepublik an mit rund 6,3 Millionen aktiven und passiven Mitgliedern. Der DFB ist der größte Fachverband im Deutschen Sportbund (DSB) und zählt zu den größten Mitgliedern im Fußball-Weltverband (FIFA).7

Seit 1908 wird unter den Auswahlmannschaften der jeweiligen Regionalverbände um eine DFB-Trophäe gespielt. Dies war zunächst der Kronprinzenpokal, später der Bundes- bzw. Reichsbundpokal und ab 1935 der heute bekannte Vereinspokal.8 Die Deutsche Meisterschaft (auch Liga genannt) erstreckte sich meist über ein ganzes Jahr, und jede der teilnehmenden Mannschaften trug gegen jede Spiel und Rückspiel aus. Nachdem auf der untersten Ligaebene der Meister ausgespielt war, spielten die Gaumeister untereinander um die Kreismeisterwürde, die Sieger dann wieder um die Bezirksmeisterschaft, und wer hier gewann, kam für die Landesmeisterschaft in Frage. Der DFB bestand bis 1933 aus sieben Landesverbänden, von denen Süd- und Westdeutschland die weitaus meisten Mitglieder besaßen. Deshalb waren diese mit jeweils drei Mannschaften in den Endrunden für die Deutsche Fußballmeisterschaft vertreten, während die übrigen Landesverbände Nord-, Mittel-, Südostdeutschland, Brandenburg (Berlin) und Baltenland nur je zwei Mannschaften entsandten. Es wurde nach dem Pokalsystem (Knockoutsystem) gespielt. In der ersten Runde kämpften sechzehn, in der zweiten Runde acht und in der dritten Runde nur noch vier Mannschaften gegeneinander. Die beiden letzten siegreichen Teams bestritten dann das Endspiel um den deutschen Meistertitel. Außerdem veranstalteten die meisten Landesverbände ihre eigenen Pokalwettbewerbe.

Die Mitgliederstruktur der im DFB zusammengeschlossenen Vereine verzeichnete um 1910 einen Überhang an Mitgliedern kaufmännischer, technischer und akademischer Berufe, Studenten und eine geringere Anzahl von Jugendlichen, die sich aus Gymnasiasten und Realschülern rekrutierten.9 Zudem brachte die Einführung des arbeitsfreien Sonntags 1891, die im Handel umgehend und nahezu flächendeckend durchgesetzt werden konnte, während sie in der gewerblichen Produktion durch zahlreiche Ausnahmeregelungen verwässert wurde, einen enormen Freizeitschub für die kaufmännischen Angestellten. Dieser kam dem neuen Trendsport Fußball zugute. Dabei spielte auch eine Rolle, dass diese Personen über den nötigen finanziellen Hintergrund verfügten, um die für ein regelrechtes Spiel erforderliche „Fußballtracht“ aus Stollenstiefeln, Trikot, Hose und Strümpfen in den Klubfarben, die etwa 20 Mark und damit einen halben Facharbeiter-Wochenlohn kosteten, zu erwerben. Auf diese Weise konnte die „traditionslose“ Gruppe der Angestellten, die sich erst im Zuge der so genannten Gründerzeit nach 1870 entwickelt hat und zudem ganz heterogene Berufe umfasste, verbunden mit einer hohen geographischen Mobilität, sich mit Hilfe des in Deutschland gleichermaßen „traditionslosen“ Fußballspiels vergesellschaften.

Die sozialdemokratische Arbeiterschaft hielt sich von diesem Sport des bürgerlichen „Klassenfeindes“ zunächst fern, zumal ein regelrechter Spielbetrieb die Möglichkeiten der meisten Arbeiterturnvereine ohnehin überstieg.10 Einer der ersten Arbeiterfußballklubs war jedoch Schalke 04. Der Verein wurde 1904 von Arbeitern in Gelsenkirchen gegründet und erlebte schon nach kurzer Zeit einen rasanten Aufstieg. Bis zum Sommer 1930 hatte er über die Ruhrgau-Liga hinaus schon Erfolge sowohl bei den Westdeutschen wie bei den Deutschen Meisterschaften errungen, als der Westdeutsche Spielverband wegen illegaler Zahlungen gleich vierzehn Schalker Spieler sperrte und acht Vorstandsmitglieder ausschloss. Die Geldleistungen verstießen ganz eindeutig gegen die Amateurbestimmungen des DFB, die gewährleisten wollten, dass das Spiel ausschließlich um seiner selbst betrieben wurde und daher „wissentlich nie um einen Geldpreis oder gegen eine Entschädigung in Geld, Geldeswert oder Gegenständen“ gespielt werden durfte und auch Reisespesen knapp zu halten waren.11 Derartige Praktiken waren jedoch bei den großen Vereinen gang und gäbe. Andererseits ließ sich nur der Amateurstatus mit der Arbeit als Angestellter oder Beamter, die damals noch immer zwei Drittel bis drei Viertel der Spitzenspieler stellten, vereinbaren.12

Deutsche Juden haben entscheidend zur Entwicklung des Fußballs und seiner Organisation in Deutschland beigetragen.13 So stellten sie nicht nur in vielen Mannschaften Spieler, sondern wirkten auch bei der Gründung vieler Vereine und des DFB in Leipzig mit. Dessen Namen ging auf den Vorschlag Walter Bensemanns, der 1920 auch die Zeitschrift „Kicker“ gegründet hatte, zurück. Juden waren, trotz aller Angriffe auf sie, ein Teil der deutschen Gesellschaft und haben sich „in ihrer Gesinnung und Einstellung als deutsche Bürger begriffen“. Die Fürsprache Gustav Rudolph Mannings, der als Arzt bereits 1905 in die USA ausgewandert, 1913 Präsident der United States Football Association und 1948 erster Vertreter der USA im Exekutivkomitee der FIFA war, trug dazu bei, dass der DFB wieder in die FIFA aufgenommen wurde und die deutsche Mannschaft vier Jahre später an der Weltmeisterschaft in der Schweiz teilnehmen konnte.

Berliner Fußballmannschaft (1897)
Berliner Fußballmannschaft (1897)

Kampf- und Volkssport

Aus dem Wunsch der Angestellten, sich durch den Fußball gesellschaftlich zu etablieren und aufzusteigen, erklärt sich, dass ihre entstehende Fußballgeselligkeit sich an der ihnen weitgehend verschlossenen Welt des studentischen Verbindungswesens orientierte, angefangen bei den Klubnamen wie „Borussia“, „Alemannia“ oder „Markomannia“, über Treffen zum „Fußballspieler-Kommers“ bis zur einheitlichen Spielermütze. Als Sieger-Trophäen gab es den „Meister“-Titel, Orden, Medaillen oder Diplome.14

Die Nachahmung solcher Facetten studentisch-bürgerlicher Kultur förderte zugleich ein Gemeinschaftsgefühl unter den Mitgliedern eines Vereines auf der Grundlage ‚legendärer‘ sportlicher Erfolge, Statistiken der Tore und Punkte, des Stolzes auf steigende Mitgliederzahlen und des Bewusstseins gemeinsam getragener finanzieller Verpflichtungen, etwa für einen vereinseigenen Sportplatz.15 Einen nicht zu unterschätzenden Beitrag für die Herausbildung von Teamgeist und Wir-Gefühl unter den Spielern leistete auch die Einführung der Abseitsregel, die in den DFB-Regeln von 1903 verankert wurde. Danach stand ein Spieler „abseits“, wenn sich nicht mindesten drei, später zwei Spieler der Gegenpartei zwischen deren Torlinie und ihm selbst befanden. Diese Regel sollte dazu beitragen, dass das Spiel sich nicht in Einzelleistungen auflöste, sondern ein Spiel,Mannschaft gegen Mannschaft‘ blieb.

Des weiteren übernahm man für das Fußballspiel Begriffe wie „Angriff“, „Verteidigung“, „Flügel“, „Flanken“, „Deckung“ und „Schlachtenbummler“, die eindeutig der Militärsprache entnommen sind und auf die Militarisierung der bürgerlichen Gesellschaft der Jahrhundertwende hinweisen. Fußballspielen bedeutete für die Mannschaften, sich symbolisch im „Kriegszustand“ zu befinden. „Wie zwei gerüstete Heere ziehen die Spielparteien auf dem Spielfeld gegeneinander zu Angriff und Verteidigung. Ein jeder hat den Platz, auf welchen er gestellt ist, mit dem Aufgebot aller körperlichen und geistigen Mittel und Kräfte zum Vorteil seiner Partei auszufüllen und alles zu tun, um seinen Leuten, seiner Farbe, den Sieg zu sichern.“16 Damit entsprach das Persönlichkeitsbild eines idealen Fußballspielers dem des modernen Soldaten. Die Spieler standen „im Felde“ und wurden während ihrer Aktionen zunächst von einem „Kaiser“ bzw. „Spielkaiser“, nach 1900 von einem „Spielführer“ geleitet. Sozusagen als einziger „Zivilist“ auf dem Platz fungierte der Schiedsrichter, dessen Kennzeichen der bürgerliche Bowler-Hut war. Im Ersten Weltkrieg diente das Fußballspiel während größerer Kampfunterbrechungen der Hebung der Truppenmoral und es schien, dass es „das militärische Leben bei einzelnen Truppen mehr beherrschte als der nüchterne Dienst mit der Waffe“.17

Aufgrund der Sportfreudigkeit der Frontsoldaten erfuhren die DFB-Mitgliedsvereine nach Kriegsende einen im Kaiserreich nie für möglich gehaltenen Zustrom.18 Zeitungen berichteten regelmäßig über Fußballbegegnungen, und Fachblätter wie der Kicker fanden großen Absatz. Endspiele um die Deutsche Meisterschaft wurden von durchschnittlich 50.000 Zuschauern besucht. Vereine warben um die besten Spieler und boten ihnen Geld oder andere Vergünstigungen, obwohl der DFB am Amateurgedanken festhielt und derartige Vergütungen untersagte. Erst 1932 beschlossen die DFB-Offiziellen die Einführung des Berufsfußballs und dazu eine eigene neue Reichsliga. Dabei hatte man die zweite Fußball-Weltmeisterschaft der FIFA 1934 in Italien im Blick, bei der Deutsachland mit einer starken Mannschaft vertreten sein sollte.

Die Nationalsozialisten kehrten aus ideologischen Gründen wieder zum Amateurprinzip zurück.19 Sie erhöhten die Fußballspieler zu selbstlosen „Helden“, die nur für das Vaterland und nicht für Geld kämpfen sollten. Dennoch konnten Spitzenvereine wie Schalke 04 trotz ihrer Professionalisierung unbeanstandet weiterspielen. Da der Anteil der gelernten Arbeiter unter den Nationalspielern inzwischen zugenommen hatte, benutzte das NS-Regime diese Tatsache, den „Arbeiterfußball“ in seiner Propaganda als sportliche Ausprägung für einen „fanatischen“ Siegeswillen zu verherrlichen.

Der DFB behauptete bis 1936 im Staate Hitlers eine Art „überwachte Selbständigkeit“ und erhielt weitgehend sein organisatorisches Eigenleben aufrecht.20 Danach wurden seine Aufgaben immer weiter verstaatlicht, bis seine förmliche Auflösung im April 1940 erfolgte. Die Aufsicht über den Fußballsport führte danach das „Reichsfachamt Fußball“ im „Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen“. Die höheren DFB-Funktionäre wurden in diesem Prozess entmachtet und abgeschoben.

Kontinuitäten und Veränderungen

Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, die Niederlage und der Untergang des Dritten Reiches, die Besatzung durch die Alliierten und die Gründung der Bundesrepublik gingen am organisierten Fußball vergleichsweise folgenlos vorbei. Hier fanden sich in etwa dieselben Strukturen und Namen wieder wie in der Zeit der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus, während in der DDR die Machthaber einen Neuanfang von oben durchsetzten.21

Bereits 1946/47 nahmen einige der fünf Oberligen der Westzonen ihre Punktspiele wieder auf, obwohl viele Plätze und Stadien weithin zerstört, Spieler noch nicht aus der Gefangenschaft zurückgekehrt oder gefallen und Trikots sowie Bälle Mangelware waren. 1949 wurde der DFB in weitgehend alter Besetzung neu gegründet. 1963 entstand die Bundesliga. Am 30. Oktober 1970 erlaubte der DFB auch die Gründung von Frauen-Fußballabteilungen, wenn auch unter Auflagen: Frauen durften nur bei guter Witterung und nicht im Winter spielen. Sie mussten Jugendbälle einsetzen und eine Begrenzung der Spielzeit auf zweimal 30 Minuten akzeptieren. Stollenschuhe waren verboten. Inzwischen sind alle Sonderregeln abgeschafft und Spiele um Meisterschaften und Pokale innerhalb eines eigenen Ligasystems sowie international möglich. Infolge des Bundesligaskandals von 1970/71, bei dem versteckte, sehr hohe Geldleistungen an Spieler erbracht und Spiele „verschoben“ wurden, gab der DFB am 8. Mai 1972, 40 Jahre nach dem Beschluss zur Einführung des Berufsfußballs von 1932, den Markt für den professionellen Fußball frei. Inzwischen gehören die „Fußballprofis“ zu den Spitzenverdienern des Landes und die Fußballvereine haben sich zu Wirtschaftsbetrieben entwickelt, die versuchen, den Fußballsport, Ökonomie und Kommerz sowie die Begeisterung ihrer Anhänger miteinander in Einklang zu bringen.22

Anfänge in Dülmen – Die Pionierzeit23

Wie das Fußballspiel nach Dülmen gekommen ist, lässt sich heute nicht mehr genau feststellen. Jedenfalls zeugen Hinweise in der Dülmener Zeitung davon, dass bereits vor dem Ersten Weltkrieg Interesse dafür bestand. 1910 wird gemeldet, dass ein Fußballclub Hohenzollern „Ball heil“ gegründet werden sollte.24 Außerdem hatte sich 1914 die fußballspielende Vereinigung „FC Viktoria“ gebildet.25 Offenbar sog. „wilde“ Jugendmannschaften „bolzten“ auf der Krankenhauswiese an der damaligen Roruper Chaussee, vor dem Forsthaus Fischer oder auf dem Papastölken (heutiger Waldfriedhof). Auch aus dem Krieg heimkehrende Soldaten waren mit dem Fußballspiel in Berührung gekommen und entwickelten Initiativen, sich in entsprechenden Vereinen zu organisieren. Im Frühjahr 1919 gelang es dann dem Gymnasialoberlehrer Karl Oehlert die verschiedenen fußballtreibenden Interessengruppen zu einem Verein unter dem Namen „[Turn- und] Spielverein Dülmen“ zusammenzubringen.26 Erster auswärtiger Gegner war eine Halterner Mannschaft. Das Spiel ging mit 0:24 für die Dülmener verloren. Es spielten Willi Peters (Tor), Fr. Schultheiß und Alfs (rechter und linker Verteidiger), Chr. Kortmann, August Gude und Otto Mackschewski (Mittelfeldläufer) sowie J. Dilkaute, H. Bußmann, Geis, Hopf und Schultheiß (Stürmer).

Willi Peters, ein Onkel des im Juni verstorbenen Dülmener Grafikers und Zeichners Günter W. Peters, verletzte sich dabei in einer Weise, dass er den Fußballsport nicht mehr aktiv betreiben konnte. Weitere Vereinsspieler waren: Willi Peters Bruder Hermann, die jeweiligen Brüder der oben genannten Spieler Alfs, J. Dilkaute, O. Mackschewski, die Gebrüder Bienhüls, Bernhard Deblon, Franz Rüsweg, Erich Schmeis, Heinrich Halleck, Heinrich Schlüter sowie die Gebrüder Balczuweit. Dem Verein stand Heinrich Abel vor, als Vereinslokal diente [zunächst] die Gaststätte Witwe Luke27 und [später dann wohl] die Gastwirtschaft Hermann Lödding. Als Spielstätte hatte Domänenrat August Kreuz im Namen der Herzoglichen Verwaltung einen Platz im Wildpark zwischen Teich und Vogelsberg zur Verfügung gestellt („Sportplatz im Park“).

Der Spielverein zählte Ende des Jahres genug Mitglieder, um 1920 in den Westdeutschen Spielverband (WSV) aufgenommen zu werden. Infolgedessen bildete sich eine feste Organisationsstruktur und ein geregelter Meisterschaftsbetrieb. Mit einem weiteren neuen Fußballklub, dem „Sportclub Union“ (zu ihm gehörten die ehemaligen Heimkehrer aus englischer Kriegsgefangenschaft Viktor Limke, Josef Michels, Bernhard Reinermann, Josef Püttmann und Josef Uhlending) sowie mit dem FC „Viktoria“ zusammen entstand im selben Jahr, nach anderen Angaben 1921, dann der SV Union mit Karl Oehlert als Vorsitzenden, dem Vereinslokal „Schmitz an den Türmen“ und den Vereinsfarben Blau-Weiß. Kurze Zeit später trat der „Sportclub Union“ wieder aus und schloss sich dem neu entstandenen DJK-Sportverein an.

Die Fußballmannschaft des SV Union behauptete sich in den folgenden Jahren gut im Mittelfeld der C- und B-Klasse – was vergleichbar ist mit der heutigen I. und II. Kreisklasse (Kreisliga A und B). Einer der spektakulärsten Höhepunkte der Pionierzeit war ein Gastspiel der holländischen Vereinself von „Fix of Nix“ aus Enschede, das zu Pfingsten 1922 ausgetragen und von den holländischen Gästen mit 2:1 gewonnen wurde. Beim Rückspiel 1924 verloren die Dülmener 4:2. Im Oktober 1923 führte der Verein auf dem inzwischen neu errichteten Sportplatz bei der Gaststätte Nordmann an der Coesfelder Straße ein größeres Sportfest durch mit Leichtathletikwettbewerben und einem Fußballpokalturnier, aus dem die Mannschaft von „Zollern 08“ Münster – dem späteren SC Münster 08 – siegreich hervorging. Zu den damaligen SV Union-Spielern zählten: die Gebrüder Schürmann, Geilmann, Rüsweg, Erdbrügge, Bösing, Aug. Kulmann, Gerh. Fischer, B. Idelmann und andere.

Fußballmannschaft der DJK aus den 1920er Jahren
Fußballmannschaft der DJK aus den 1920er Jahren

Die Turn-, Wander- und Spielabteilungen des Dülmener Jugend- und Gesellenvereins schlossen sich alsbald der 1920 auf dem Katholikentag in Würzburg gegründeten DJK an und bildeten unter Leitung von Präses Kaplan Stegemann den Verein der „DJK-Sportfreunde 1920“. Nach Leichtathletik, Geräteturnen und Ballspielen wie Faust- und Schlagball wurde ab 1921 Fußball die Hauptsportart des Vereins. Es entstanden damals sieben Fußballmannschaften. Nach Wegfall der Militärpflicht im Zuge der Bestimmungen des Versailler Friedensschlusses galt der DJK-Jugendsport als „ein dringendes Erfordernis“ für die Erziehung „einer körperlich und sittlich starken Jugend“.28 Dabei entwickelte sich das Fußballspiel zur beliebtesten Sportart. Daher glaubte die öffentliche Wahrnehmung bereits gegensteuern zu müssen: „Wenn augenblicklich auch das Fußballspiel seinen Siegeszug durch das Vaterland hält und viele Sportler diesem Spiele zuneigen, so ist doch die Ansicht irrig, als ob nur das Fußballspiel betrieben würde.“29 Die technische Leitung des Vereins lag bis 1933 in den Händen des Turnlehrers Willi Heistermann. Gespielt wurde zusammen mit dem SV Union auf dem Spielfeld gegenüber der Gaststätte Nordmann und im Wildpark. Am 27. Februar 1921 kam es zu einer in der Öffentlichkeit auf reges Interesse stoßenden Begegnung mit einer holländischen Mannschaft. Am 3. März ä berichtete die Dülmener Zeitung in Vergleich zu anderen Spielen recht ausführlich darüber: „Bei günstigem Sportwetter standen sich am Sonntag vor mehreren hundert Zuschauern auf dem Sportplatz im Park die holländische Liga-Ersatzmannschaft Winterswijk und die I. A-Elf der Deutschen Jugendkraft Dülmen gegenüber. Beide Mannschaften traten mit den besten Kräften an und lieferten ein spannendes Spiel. Schon die erste Halbzeit zeigte die technische Überlegenheit der Gäste im Stoß und im einheitlichen Zusammenspiel. Dazu wurden in der ersten Halbzeit zwei der besten Spieler der A-Mannschaft Dülmen spielunfähig, wofür Ersatz eintrat. So konnte es nicht ausbleiben, daß der Ball zweimal zugunsten der Gäste durchs Dülmener Tor ging. In der zweiten Halbzeit war der Glücksstern der A-Mannschaft Dülmen auch nicht recht hold. Diese Halbzeit stand bei der A-Mannschaft Dülmen im Zeichen guter Einzelleistungen (rechter Verteidiger, Tor, Hintermann Mitte, Linksaußen- und Mittelstürmer). Ein hartnäckig abgewehrter Ball wurde doch endlich von den Gästen durchs Ziel gestoßen. Nach diesem dritten Siege wurden die Gäste etwas übermütig, besonders der Torwart, der zeitweise bis zur Mitte vorging. Für diesen Übermut mußte er bald den Ball durch das eigene Tor gehen lassen, wodurch Dülmen A das wohlverdiente Ehrentor erreichte. Ein zielsicherer Stoß der A-Mannschaft hätte den Gästen noch leicht ein zweites Tor beibringen können. Die nächsten beiden Tore, die den Gastspielen in den Schoß fielen, wären leicht zu vereiteln gewesen, wenn die Hintermannschaft dem Torwart mehr Blickfeld gelassen hätte. So trennte der Schiedsrichter die beiden Mannschaften mit einem Siege (5:1) für die Gastspieler. Beide Mannschaften, die sich bereitwilligst in den Dienst der Wohltätigkeit gestellt hatten, sowie allen spendenfreudigen Zuschauern ein reichliches „Vergelt‘s Gott!“

Die DJK-Fußballabteilung begann in der untersten Klasse, der C-Klasse des Bezirkes Münster, um bereits 1923 in der ersten Klasse, der A-Klasse zu spielen. 1922 hatte der Verein auch die Übernahme in die B-Klasse des Bezirkes Ahaus geschafft. Die erfolgreichen Spieler in diesen Jahren hießen H. Fahnhorst, H. Balczuweit, P. Fischer und R. Kleerbaum sowie B. Düwel.

Weitere Fußballvereine entstanden in Rorup und Buldern. Der Halterner Textilkaufmann Josef Bäumer und der in Gladbeck beschäftigte Josef Seidensticker gelten heute als die 1921 maßgeblichen Gründer des heutigen SV Brukteria Rorup e. V., der auch dem DJK-Verband angehört. Als Sportplatz hatte der damalige Pastor Bernhard Niehoff den Kuhkamp, eine große Wiese an der Kirche, freigegeben. Da die Spieler keine Trikots hatten, behalfen sie sich mit abgeschnittenen Hosen, die von einem Gürtel gehalten wurden und weißen Unterhemden. Die Tore wurden aus Tannen in Wermelings Sägerei zugeschnitten. In Buldern begründet Fritz Loos am 8. August 1919 im Gasthof Huesmann den Ballsportverein Adler Buldern, der sich 1927 dem DJK-Verband anschloss.

Auch in Hausdülmen fand der Fußball nach dem Ersten Weltkrieg seine Anhänger. Zunächst schlossen sich einige, bisher in „wilden Mannschaften“ spielende Fußballer der bereits seit 1921 aktiven Fußballabteilung der DJK-Sportfreunde Dülmen an. Im Laufe der Zeit fanden sich immer mehr Straßenfußballer zusammen, so dass die Hausdülmener 1928 ihren eigenen Sportverein „Grün-Weiß“ gründeten und am 1. September  desselben Jahres der Deutschen Jugendkraft beitraten, um gegen die Vereine der Umgebung, die zum Teil ebenfalls dem DJK-Verband angeschlossen waren, Fußball spielen zu können.

Zeit der Erfolge und Neuformierung

Das bisher in der Öffentlichkeit eher als „roh“ und etwas „ordinär“ geltende Fußballspiel etablierte sich, erlebte zunehmend größere Zuschauerzahlen, die Gründerjahre galten damit als überwunden. Beim SV Union waren inzwischen weitere Sportarten hinzugekommen, so dass im Herbst 1926 ein Namenswechsel vollzogen wurde. Der Verein nannte sich von nun an „Verein für Leibesübungen“ (VfL Dülmen).

Die VfL-Mannschaft bestand aus einer guten Mischung aus jungen und älteren Spielern. Zu den neuen und talentierten Jungfußballern zählten u. a. Bernhard Gerversmann, Adolf und Rudolf Stevermüer, Ernst Norgall, Tönne Wälter, August Nientiedt und Heinrich Kahle. Ferner spielten die bis in die sechziger Jahre hinein noch sehr populären „Fußballgrößen“ wie Theo Poßmeier, Ernst und Felix Schürmann, Jakob Hofstetter, Karl Bruns sowie Heinrich Balczuweit damals mit. So konnte bis 1927 der endgültige Aufstieg zur neu gebildeten Recklinghäuser B-Klasse (später I. Kreisklasse genannt) erreicht werden. 1930, als Dülmen verbandsorganisatorisch dem Gau „Münsterland“ zugeteilt wurde, errang der VfL seinen bis dahin größten Sieg gegen SV Borghorst-Wilmsberg im münsterschen Preußenstadion nach der Verlängerung mit 2:1 und konnte sich mit seinem ersten Meistertitel schmücken. Diesen Triumph konnte die VfL-Elf in den nächsten Jahren nicht wiederholen. Ab 1931, erneut zum Vest Recklinghausen orientiert, belegte sie wieder nur die zweiten Tabellenplätze. In dieser Zeit machten sich vor allem Theo Göckener als Spielmacher und Torschütze, August Elskemper als zuverlässiger Defensivspieler, Bernhard Erdbrügge, der quirlige Rechtsaußen, Willi Fischbach (listiger Linksaußen), Bernhard Elskemper (Torhüter), Rudolf Stevermüer und Heinrich Bücker einen Namen in der westfälischen Fußballwelt.

Auf dem Grundstück des Vereinswirts Otto Havestadt an der Nordlandwehr entstand 1932/1933 mit Hilfe des Freiwilligen Arbeitsdienstes (FAD) ein neues Sportstadion, das später unter dem Namen TSG-Stadion bekannt wurde. Im August, während der Sportwerbewoche des VfL Dülmen vom 13. bis 20. August 1933 wurde das neue Stadion mit einem sog. „Propagandawettspiel“ der ersten Mannschaft des VfL gegen die erste Auswahl von Preußen Münster, das mit einem glanzvollen 4:1-Erfolg für die Dülmener endete, eingeweiht.

Auf Weisung der „Reichssportkammer“ wurde 1933/1934 im Fußballsport eine grundlegende Spielklassenreform durchgeführt.30 Fortan gab es nur noch sechzehn Spielklassen im gesamten Reichsgebiet (Gaue), statt bis zu 100 vor 1933, und somit auch eine „Gauliga“ Westfalen. Der VfL Dülmen kam zum Fußballkreis Steinfurt, der regional mit dem Raum der Emsland-Staffel in den sechziger Jahren vergleichbar war. Obwohl spielerisch in Höchstform, holten sich die VfL-Kicker den Meistertitel der I. Kreisklasse erst 1936.

Die DJK-Sportfreunde stiegen mit ihren bekannten Spielern Bernhard und Anton Fahnhorst (Torwarte) sowie Aloys Uhlending und P. Pröse (Verteidiger) bis 1933 in die Münsterland-Gauklasse auf.31 Zwar scheiterten sie beim Kampf um die Bezirksmeisterschaft in der Saison 1932/33 an der größeren Spielstärke des VfL Telgte. Dennoch durften die DJKler „qua Entscheidung am grünen Tisch“ in die Gauklasse aufsteigen, „besonders auch wegen der in Gesellschaftsspielen bewiesenen guten Leistungen“.32 Hierbei wirkte sich die gute Trainingsarbeit des international erfahrenen Torhüters Franz Lis aus. So konnte die DJK-Mannschaft später an den Ausscheidungsspielen zur Rhein-Weser-Meisterschaft teilnehmen. In den Lokalkämpfen gegen die Blau-Weißen waren die DJK-Kicker hingegen stets unterlegen.

Im März 1934 wurden alle konfessionell gebundenen Vereine verboten. Der DFB untersagte daraufhin Gastspiele der DJK im DFB, forderte die Auflösung der DJK-Fußballvereine und den Übertritt in den DFB. In der Dülmener Zeitung waren die Acht-Punkte-Bedingungen des DFB abgedruckt, die die Sportfreunde 1920 bis zum Beginn der Meisterschaftsspiele erfüllt haben mussten:33

  1. Austritt per Einschreiben aus der DJK.
  2. Erledigung der geldlichen Verpflichtungen der DJK gegenüber.
  3. Satzungsmäßige Auflösung des alten DJK-Vereins und Neugründung im Rahmen einer Generalversammlung.
  4. Bestätigung des neuen DFB-Vereins durch die örtliche Polizeibehörde.
  5. Bestätigung des Vereinsführers durch die örtliche NSDAP.
  6. Einreichung eines vollständigen Mitgliederverzeichnisses.
  7. Nachweisung eines Spielplatzes durch den neuen DFB-Verein.
  8. Der Name DJK muß fallen gelassen werden.

Daraufhin schlossen sich am 25. März 1934 DJK und der Turnverein „Westfalia“ zum „Turn- und Spielverein 1884“ unter dem Vorsitz des Lehrers Anton Elfers und seines Stellvertreters Dipl.-Ing. G. Lauer zusammen. 1935 holte der neue Verein den Meistertitel der 2. Kreisklasse und stieg in die 1. Kreisklasse auf. Am 31. Juli 1934 konnte der neue Sportplatz bei Bispinghoff, die Jahnkampfbahn, eingeweiht werden. Hierfür waren 7 Morgen Land von der St. Viktor-Gemeinde an den Verein verpachtet worden. Am Buß- und Bettag [21. November ] 1934 fand das größte Sportereignis der Saison statt: Der Ortskampf VfL – TuS 84 auf der VfL-Kampfbahn zugunsten der Winterhilfe. Am Ostersonntag 1936 gelang der Fußballmannschaft des TuS 1884 erneut die Meisterschaft in der 2. Kreisklasse Steinfurt durch einen 3:1-Sieg über die SpVgg Vreden und somit der Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Nun hatte Dülmen zwei erstklassige Mannschaften im Kreis Steinfurt. den VfL und den TuS 84.

Als die Serienspiele für 1936/1937 beginnen sollten, liefen bereits schon die Verhandlungen und Maßnahmen zum Zusammenschluss des VfL mit dem TuS. Am 5. September 1936 meldete die Presse die geplante Fusion zu einem Verein („Sportgemeinde Dülmen“), an dessen Spitze der Gymnasialdirektor Dietrich stehen sollte. Am darauffolgenden Sonntag spielte bereits eine aus Spielern der bisherigen Vereine gebildete Fußballmannschaft gegen VfL Rheine. Am 7. März 1937 wurde der Zusammenschluss auch formal vollzogen. Der TuS hatte seine Mitglieder ins Vereinslokal „Schmitz an den Türmen“ gerufen, um ihre Zustimmung zur Auflösung des Vereins und den Übertritt in die neue Turn- Spielgemeinde einzuholen. Anwesend waren als Gäste Bürgermeister Helms, Studiendirektor Dietrich und dessen Vertreter, Studienrat Dr. Nolte. Für den darauffolgenden Abend waren alle Vereinsmitglieder von TuS und VfL aufgerufen, von ihren jeweiligen Vereinslokalen mit ihren Fahnen zur Gründungsfeier der „Turn- und Spielgemeinde 1884“ (TSG) in das Bürgerhaus zu marschieren.34 Als Vereinsfarben übernahm man die Stadtfarben Blau-Gelb.

Der Zusammenschluss wurde von der Presse als „ein geschickter Schachzug“ gewertet, weil er „seit Jahren in der Dülmener Sportwelt debattiert“ wurde und nun „der Anstoß gegeben ist und er auch von der Partei wie von den höheren Sportstellen begrüßt“ wurde, zunehmender „Unsportlichkeit und Unkameradschaft“ unter den Mitgliedern der bisherigen beiden Vereine entgegenwirkt und das Ansehen Dülmens hebt. Als eine „fußballfreudige Stadt … muß es endlich gelingen, eine spielstarke Mannschaft auf die Beine zu stellen, die sich nach außen hin sehen lassen kann. Eine Elf aus den Reihen des TuS und des Vlf hat zweifelsohne eine Zukunft!“35. Als Mitglied des „Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen“ unter Reichssportführer von Tschammer und Osten fühlte man sich nun „dem Gedankengut des Gründers der deutschen Turnbewegung, des Turnvaters Jahn, und den Ideen des Erneuerers des deutschen Sportlebens, des Führers Adolf Hitler“ verpflichtet, nachdem „unter die sportlichen Dinge der Vergangenheit … ein Schlußstrich gezogen“ worden war und den Sport in den Dienst der „gesamten Volkserziehung und Wehrkraftmachung“ stellte, damit der neue Verein als eine „wahre Sportgemeinschaft“ zur „Verfestigung der großen Volksgemeinschaft“ beitragen sollte. Das TSG-Stadion erhielt dann auch den Namen „Adolf-Hitler-Kampfbahn“.36

Auf Anhieb schaffte die neue TSG-Elf im damaligen Großkreis Steinfurt in der Spielsaison 1936/37 die Kreismeisterschaft. In dem damaligen von Tschammer-Osten-Pokalwettbewerb (eine Parallele zum heutigen Vereinspokal innerhalb des DFB) gelang es den Blau-Gelben durch Siege über „Schwarz-Gelb“ Gladbeck (4:2) und SpVgg Herten (3:1) bis zur Vorschlussrunde vorzudringen. Bevor das Spiel gegen den ausgelosten nächsten Gegner (TuRa Duisburg 48/99) zustande kam, nahm der Verband die TSG Dülmen aus dem Pokalwettbewerb heraus, weil es sonst eine Kollision mit den Spielterminen der Aufstiegsrunde gegeben hätte. In der Saison 1938/1939, der bis dahin erfolgreichsten Spielzeit, konnte die TSG-Fußballelf neben Meisterschaft und Aufstieg zwei Pokalsiege erringen. Beim Aufstieg musste sich Dülmen gegen die Hammer SpVgg, Unna 07 und SC Greven 09 behaupten. Gegen Hamm erzielte ein Kopfballtorpedo von Arthur Hoffmann das entscheidende 2:1 im Hammer Jahn-Stadion. Die besten Spieler für die erste Mannschaft waren in jenen Jahren Bernhard Fahnhorst als Torwart, Aloys Uhlending und August Elskemper als Verteidiger, Norgall bzw. Wälter sowie die Gebrüder Stevermüer im Mittelfeld und Bernhard Gerversmann, Anton Püttmann oder Willy Uhlending, Göckener, Hoffmann, Rüsweg und Erdbrügge als Stürmer.

Die erste Kriegszeit brachte noch einige Achtungserfolge. Aber dann konnte der Fußballbetrieb der Herrenmannschaften infolge von Einberufungen und Verpflichtungen der Spieler nur noch bis zur Saison 1942/1943 aufrecht erhalten werden. Allerdings entwickelte sich aus der damaligen Not eine intensive und gezielte Jugendarbeit unter der Leitung von Paul Goldenbaum.

Neubeginn nach 1945

Bereits am 28. Oktober 1945 schlossen sich die verbliebenen und früh heimgekehrten TSG-Sportkameraden zur Neugründung ihres Vereins zusammen. Ihr erstes Spiel wurde von der britischen Militärregierung genehmigt und fand gegen eine britische Soldatenmannschaft statt. Vor 2.500 Zuschauern zog sich die TSG-Elf mit einem 4:4–Remis achtbar aus der Affäre. Die Initiatoren zum Neubeginn waren Walter Mahlmann und Willi Uhlending. Unter primitivsten Verhältnissen musste ein ordnungsgemäßer Spielbetrieb organisiert werden, zunächst im Bezirk Recklinghausen, später im Raum Emsland. Es kam vor, dass man nach Sonntags-Auswärtsspielen erst im Laufe des Montags wieder in Dülmen eintraf – eine Folge der behelfsmäßigen Verkehrsverhältnisse. Bernhard Düwel (erster Vorsitzender), Anton Filzen (Fußballobmann) und Willi Uhlending, der auch einige Jahre Kreisfußballfachwart war, hielten das Vereinsgeschehen aufrecht. Als Domizil stellte Natz Schmitz der TSG seine Baracken-Gaststätte als Vereinslokal zur Verfügung.

Ab November 1945 nahm Dülmen wieder an den Punktspielen im Kreis Recklinghausen teil. Im Frühjahr 1946 konstituierte sich der Fußballbezirk Münster-Emsland, in dessen Meisterschaftsspiele Dülmen einbezogen war. Vom letzten Tabellenplatz erkämpfte sich die Elf einen annehmbaren Platz im Mittelfeld. Durch die Neuorganisation im Fußball wurde im Anschluss an diese Punktejagd die Elf von der folgenden Spielzeit an im neugebildeten Bezirk Münster eingesetzt. Mit einem Torverhältnis von 109 : 22 und einem Punktekonto von 49 : 11 war mit Abschluss der Saison 1949/1950 die Bezirksklassenmeisterschaft und damit der Aufstieg in die Landesliga für die Blau-Gelben erreicht. Eine Qualifikation – wie in den Jahren zuvor – war nicht mehr erforderlich.

Damit war die erste „glorreiche“ Fußballzeit der TSG mit 5-jähriger Zugehörigkeit zu dieser Liga angebrochen. An diesem Erfolg waren beteiligt die Fußballobleute Anton Filzen und sein Nachfolger Gustav Höltken sowie die Trainer Kurt Schwede und Heinz Werlein. Wegen Überalterung und Rücktritt vieler aktiver Spieler war nach vier Jahren das „Leistungsfeuer“ ausgebrannt. Daher folgten einige bis zur Saison 1964/1965 dauernde „magere“ Fußballjahre mit der Zugehörigkeit zu den Bezirksklassen „Emsland“, „Münster“ und „Recklinghausen“ sowie der Kreisklasse „Coesfeld“, die von wechselnden Erfolgen gekennzeichnet waren. Zugleich setzte eine solide Breitenarbeit ein.

Als weitere Neugründungen nach dem Kriege sind zu nennen: am 4. Mai 1946 im Gasthaus Gelschefarth die Neuauflage des Sportvereins Grün-Weiß Hausdülmen (Vorsitzender Heinrich Bartmann), am 11. November 1949 im Lokal Runte der „Turnverein Dülmen 1884“ (ehemals TuS 1884), 1955 der Sportverein DJK Adler Buldern unter dem Vorsitz von Dr. Josef Gerdemann sowie am Ostermontag, dem 7. April 1958, der Verein Sportfreunde Merfeld (Vorsitzender Wilhelm Geilmann) in der Gaststätte Anton Göckener.

Die Impulse zur Wiederbegründung der DJK Dülmen unter dem Vereinsnamen „Sportfreunde 1920“ gingen von der „Sportgemeinschaft Wedeler“ aus, die viele ehemalige Jugendkraftler begeisterte. Die offizielle Gründungsversammlung fand am 14. Juli 1958 im Kolpinghaus statt. Die Wahl des Vorsitzenden fiel auf Karl Festing. Man verstand sich zunächst nur als Fußballverein; erst im folgenden Jahr kamen als weitere Abteilungen Tischtennis, Turnen und Leichtathletik hinzu. Unter dem Trainer Franz Ochmann aus Münster erreichte die erste Fußball-Mannschaft bereits im zweiten Spieljahr den Meistertitel der II. Kreisklasse und stieg damit in die I. Kreisklasse auf.37 Auch unter dem nachfolgenden Trainer Hans Zitzer, ebenfalls aus Münster, hielten die sportlichen Erfolge der DJK-Kicker an. Zum 650-jährigen Stadtjubiläum 1961 gelang ihnen einer ihrer bis dahin größten Erfolge in einem Spiel gegen die drei Klassen höher spielenden Amateure des FC Schalke 04 mit 4:1 Toren. Im selben Jahr entwickelten sich die bis 1977 währenden regelmäßigen Pokalspielbegegnungen der Jugend- und Seniorenmannschaften mit dem holländischen Verein RKV TOB Amsterdam, aus denen so manche freundschaftliche Beziehung über die Grenzen hin entstand.

1. Seniorenmannschaft von Brukteria Rorup (1947)
1. Seniorenmannschaft von Brukteria Rorup (1947)

Auch der SV Brukteria Rorup konstituierte sich nach dem Krieg wieder neu. Die Fußballer spielten Sonntag für Sonntag auf anderen Wiesen. In der Zeit vor der Währungsreform waren bei den Sportlern aus dem Ruhrgebiet die so genannten „Bratkartoffelspiele“ sehr beliebt. Es wurden von Brukteria mehrfach namhafte Vereine aus dem Raum Bochum, Witten und Dortmund eingeladen. Die Gäste wurden im Anschluss an die Spiele von den Mitgliedern nach Hause mitgenommen, wo sie sich einmal richtig satt essen konnten. In den folgenden Jahren wurde der Roruper Sportplatz rekultiviert. Vorsitzende waren bis 1968: Franz Lohoff, August Wermeling (ehemaliger Fußballer), Josef Wessels und Felix Viefhues.

Und last but not least führte die Liebe zum Sport 1965 auch in Rödder einige Hobby-Fußballer zusammen gemäß dem Motto „Wir spielen Fußball und zeigen den anderen mal, wie’s geht“. So reifte der Entschluss, einen eigenen Verein zu gründen. Dabei hatte man auch Interessenten in den Nachbarbauerschaften Daldrup, Dernekamp und Mitwick im Blick. Am 31. März 1965 endlich wurde die „Spielgemeinschaft DJK Rödder“ unter der Führung von Hans Stockmann aus der Taufe gehoben. Seitdem erfreut sich der Klub eines regen Zulaufs und ist in der Dülmener Sportwelt fest verankert.

Auf regionaler und lokaler Ebene tragen Senioren-, Altherren-, Frauen- und Jugendmannschaften sowie Schüler- und Kinderteams zur sozialen Integration von Deutschen und Migranten sowie zur Völkerverständigung bei; zum Beispiel beim alljährlichen Internationalen Fußball-Cup-Turnier der Stadt Dülmen, das im Juni 2006 zum sechsten Mal stattfand. Dülmener A-Jugendmannschaften kämpfen seit 1986 jedes Jahr beim Hallenfußball-Turnier gegen Teams, die in höchsten deutschen Jugendklassen etabliert sind. Seit dem Jahr 2000 gibt es in Dülmen auch Frauenfußballabteilungen und seit 2004 wird der Frauen- und Mädchen-Cup im TSG-Stadion am Grenzweg ausgespielt. Darüber hinaus bieten sich viele andere Möglichkeiten, auch außerhalb von Vereinen zu kicken. So besteht schon seit 1981 am Clemens-Brentano-Gymnasium eine erfolgreich am Hallenfußball-Pokalturnier teilnehmende Lehrer-Fußball-AG.

Schlussbetrachtung

Fußball wird weltweit nach denselben Regeln gespielt und steht jenseits sozialer, politischer oder ökonomischer Schranken allen offen. Er „vereint den Intellektuellen mit dem Arbeiter, versöhnt für kurze Momente Arm und Reich miteinander und bietet in der sich individualisierenden Welt eines der letzten gemeinsamen Erlebnisse.“ (Dietrich Schulze-Marmeling).38 Jedoch stellen Ausschreitungen sog. Hooligans, die auf Intoleranz, Aggression und Rassismus zurückzuführen sind, eine ständige Herausforderung für Politik und Gesellschaft dar.

Das Fußballspiel hat sich in Deutschland von einem Instrument der Wehrertüchtigung und des militärischen Kampfgeistes zum Teamsport par excellence und zum populärsten Spiel entwickelt, bei dem sich Spieler wie Zuschauer unterschiedlicher nationaler und sozialer Herkunft untereinander besser verstehen lernen sowie Mannschaften sich gegenseitig mit Respekt und Disziplin des Fair Play begegnen. Das Spiel mit dem runden Leder trägt zweifellos zur Persönlichkeitsentwicklung und zur Herausbildung von Führungsqualitäten bei und empfiehlt sich daher sehr für die Jugendsportarbeit.

Quellen

Wilhelm Uhlending, Die Geschichte des 75-jährigen Dülmener Turn- und Sportlebens, in: Dülmener Heimatblätter, Jg. 1959, Heft Nr. 2, S. 29-32.

Willi Uhlending, Turnen, Spiel und Sport, in: 650 Jahre Stadt Dülmen, Festschrift aus Anlass der Jubiläumswoche vom 3. bis 12. Juni 1961, S. 41-48.

75 Jahre SV Brukteria Rorup 1921 e. V., Rorup, im Juni 1996.

DJK SF Dülmen 1920, 50 Jahre, Festschrift 1970 [Stadtarchiv Dülmen, SB 677].

DJK SF Dülmen 1920, 75 Jahre DJK Sportfreunde Dülmen: 1920 – 1995 [Stadtarchiv Dülmen, SB 609].

Festschrift der Turn- und Spielgemeinde Dülmen TSG 1950 aus Anlass des 30-jährigen Bestehens des Dülmener Fußballs.

50 Jahre TSG Dülmen 1919 – 1969. Jubiläumsfestwoche vom 15. Bis 21. Juni 1969 [Stadtarchiv Dülmen SB 470].

75 Jahre TSG Dülmen 1994 [Stadtarchiv Dülmen SB 531].

Baumann-Cup – 8. A-Jugend-Hallenfußballturnier der TSG Dülmen 15. 01. 1985. Programmheft.

75 Jahre Turnen und Sport in Dülmen. TV 1884 Dülmen, TSG Dülmen, DTB, DFB, 1884 – 1959 [Stadtarchiv Dülmen SB 158].

Spielgemeinschaft DJK Rödder 1965 – 1990. 25 Jahre SG-DJK Rödder. Festschrift zum 25jährigen Bestehen der Spielgemeinschaft DJK Rödder vom 5.6. bis 14. 6. 1990. [Stadtarchiv Dülmen SB 416].

Führer durch die Sportwoche 13. – 20. August 1933. Sportwerbewoche des V.f.L. Dülmen. [Stadtarchiv Dülmen, SB 80].

Heinz Meiners, DJK Dülmen-Historie [Stadtarchiv Dülmen, Manuskript Nr. 99].

1. Vgl. Christiane Eisenberg (Hg.), Fußball, soccer, calcio. Ein englischer Sport auf seinem Weg um die Welt. München 1997, Einbandtext.

2. Franz-Josef Brüggemeier, Anfänge des modernen Fußballs, in: Informationen zur politischen Bildung, Nr. 290/2006, S. 7-13, hier S. 7; Tony Mason, Großbritannien, in: Eisenberg, wie Anm. 1., S. 22-40, hier S. 22ff..; Willy Meisl, Fußball, in: Stadion – Das Buch vom Sport und Turnen, hg. von C. Diem, H. Sippel und F. Breithaupt, Berlin 1928, S. 162-172, hier S. 162f.

3. Vgl. Mason, wie Anm. 2, S. 28ff.

4. Eisenberg, Deutschland, wie Anm. 1, S. 95ff.; dies., „English Sports“ und deutsche Bürger. Eine Gesellschaftsgeschichte 1800-1939, Paderborn 1999, S. 178ff.; vgl. auch Meisl, wie Anm. 2, S. 163.

5. Eisenberg, wie Anm. 1, S. 98; dies., wie Anm. 4, S. 179.

6. Meisl, wie Anm. 2, S. 163.

7. Angaben gem. DFB unter der URL: http://www.dfb.de/dfb-info/eigenprofil/geschichte/right.php.

8. Eisenberg, wie Anm. 1, S. 94. Zum Folgenden: Meisl, wie Anm. 2, S. 171.

9. Eisenberg, wie Anm. 1, S. 99f.; dies., wie Anm. 4, S. 183ff.

10. Vgl. Eisenberg, wie Anm. 1, S. 98; Brüggemeier, wie Anm. 2, S. 9; ders., Entwicklung zum Volkssport, in: Informationen zur politischen Bildung, wie Anm. 2, S. 14-22, hier S. 17.

11. Eisenberg, wie Anm. 4, S. 188. Dort auch das Zitat m. w. N.

12. Eisenberg, wie Anm. 1, S. 107.

13. Brüggemeier, Juden im deutschen Fußball, in: Informationen zur politischen Bildung, wie Anm. 2, S. 23-26, hier S. 23ff.

14. Eisenberg, wie Anm. 1, S. 100f.; vgl. auch dies., wie Anm. 4, S. 186ff.

15. Dies., wie Anm. 4, S. 191ff.; dies., wie Anm. 1, S. 101f.; Brüggemeier, wie Anm. 2, S. 12.

16. Aus einer Verbandsgeschichte des DFB 1908, zit. nach Brüggemeier, wie Anm. 2, S. 12.

17. G. Maercker, Vom Kaiserheer zur Reichswehr. Ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Revolution, Leipzig 1921, S. 309 (zit. nach Eisenberg, wie Anm. 1, S. 103.

18. Eisenberg, wie Anm. 1, S. 104f., S. 112; Brüggemeier, wie Anm. 2, S. 14.

19. Eisenberg, wie Anm. 1, S. 112ff.; vgl. außerdem dies., wie Anm. 1, S. 107.

20. Brüggemeier, wie Anm. 2, S. 15 nach Wolfram Pyta, „Vergemeinschaftungsofferte“, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 27. 12. 2005.

21. Eisenberg, wie Anm. 1, S. 115f.; Brüggemeier, wie Anm. 2, S. 19; ders., Aufstieg des Frauenfußballs, in: Informationen zur politischen Bildung, wie Anm. 2, S. 34-38, hier S. 36f.

22. Brüggemeier, Geld und Spiele, in: Informationen zur politischen Bildung, wie Anm. 2, S. 45-51, hier S. 49.

23. Die folgenden Ausführungen stützen sich im Wesentlichen auf Festschriften und Broschüren Dülmener Sportvereine. Ihre Angaben sind dem Quellenverzeichnis im Anhang zu entnehmen.

24. Dülmener Zeitung vom 2. Juli 1910.

25. Dülmener Zeitung vom 25. Juli 1914.

26. Vgl. Dülmener Zeitung vom 29. Mai 1919.

27. Dülmener Zeitung vom 29. Mai 1919.

28. Dülmener Zeitung vom 10. Januar 1921.

29. Ebenda.

30. Vgl. Dietrich Schulze-Marmeling u.a. (Hg.), Fußball für Millionen. Die Geschichte der deutschen Nationalmannschaft, Göttingen 1999, S. 88.

31. Dülmener Zeitung vom 24. Januar 1933.

32. Ebenda.

33. Dülmener Zeitung vom 18. August 1934.

34. Dülmener Zeitung vom 7. März 1937.

35. Dülmener Zeitung vom 5. September 1936. Danach auch das Folgende.

36. Vgl. Dülmener Zeitung vom 7. März 1937.

37. Vgl. Dülmener Zeitung vom 8. Dezember 1959 (Herbstmeister); Dülmener Zeitung vom 25. April 1960; Dülmener Zeitung vom 4. Mai 1960 (Saisonmeister).

38. Zit. nach Jutta Klaeren, Editoral, in: Informationen zur politischen Bildung, wie Anm. 2.

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