Dülmener Heimatblätter

Herausgeber: Heimatverein Dülmen e. V.

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<< Heft 1, 2006

Ortwin Bickhove-Swiderski

Rorup in der NS-Zeit

Ausgangspunkt dieser Zusammenstellung von Aspekten zur Geschichte des Dülmener Ortsteils Rorup sind Meldungen der „Dülmener Zeitung“, die für die Zeit vom 30. Januar 1933 – der „Machtübergabe“ an Hitler – bis zum 30. Juni 1940 weitgehend lückenlos im Stadtarchiv Dülmen auf Mikrofilm vorhanden sind. Lokale Artikel sind in einzigartiger Weise in einer Datenbank erfasst, so dass sich schnell und zielorientiert nach Schlagwörtern suchen lässt.

Nach dem gedruckten Adressbuch des Kreises Coesfeld aus dem Jahre 1937 umfasste das Amt Rorup die Gemeinden Darup – bestehend aus dem Dorfe sowie den Bauerschaften Hastehausen, Gladbeck, Hanrorup und Holsterbrink –, Lette mit Dorf und Kirchspiel, Limbergen mit den Bauerschaften Hövel und Limbergen, und Rorup – bestehend aus dem Dorf und Kirchspiel sowie Teilen der Bauerschaften Hanrorup und Holsterbrink. Das Amtshaus lag im Mittelpunkt des Amtes im Dorf Rorup (Nr. 14) und verfügte über einen Telefonanschluss (Tel. Nr. 1). Dienststunden der Amtsverwaltung waren von 7.30 Uhr bis 13.00 Uhr und von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Publikumsverkehr wurde nur in der Zeit von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr abgewickelt. Nachmittags und an Sonn- und Feiertagen war das Büro für das Publikum geschlossen.

Ortskern von Rorup um 1950
Ortskern von Rorup um 1950

Die Gemeinde verfügte über mehrere Amtsträger, die ehrenamtlich tätig waren. Als Amtsbürgermeister fungierte der Ingenieur Gottfried Küsters, der in Darup (Dorf 33) wohnte. Amtsbeigeordnete waren die Bauern August Woltering aus Lette (Kirchspiel 2) und Richard Hanning aus Darup (Dorf 7). Je Gemeinde gab es einen Gemeindebürgermeister. In Darup versah dieses Amt der Bauer Anton Gerleve, in Lette der Bauer Franz Krampe (Kirchspiel), in Limbergen der Bauer Wilhelm Große-Herzog und in Rorup der Bauer Hermann Fallbrügge (Kirchspiel).

Die Gemeindekassen für die amtsangehörigen Gemeinden Darup, Lette, Limbergen und Rorup sowie die Amtskasse befanden sich im Amtshaus in Rorup und wurden von Amtsrentmeister Heinrich Leiermann verwaltet. An weiteren Verwaltungsbeamten gab es den Amtsinspektor Josef Richter (Rorup) und den Polizeihauptwachtmeister Heinrich Büning (Darup, Dorf 91). Hinzukamen die Gendamerie-Beamten Hauptwachtmeister Wielsch (Lette), Hauptwachtmeister Heil (Rorup). Das Standesamt Rorup umfasste die Gemeinde Rorup, Darup und Limbergen und wurde vom Amtsbürgermeister Gottfried Küsters aus Darup als Standesbeamten geleitet. Sein Stellvertreter war der Amtsinspektor Josef Richter. Für das Standesamt Lette war zurzeit kein Standesbeamter ernannt, stellvertretend übte der Lehrer Theodor Oldhues das Amt aus. Dem Bahnhof Lette, der an der Strecke Dortmund-Gronau gelegen war, stand der Bahnhofsvorsteher Josef Pier aus Lette vor. 1937 hatte das Amt Rorup eine Einwohnerzahl von 4.542.1

Reichstagswahlen

Die Einwohner und Bürger des Amtes Rorup waren politisch sehr stark mit der Zentrumspartei verbunden. Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Reichstagswahlen am 31. Juli 1932 führte die lokale Zentrumspartei am 20. Juli  eine gut besuchte Versammlung in dem bis auf den letzten Platz besetzten Jacobschen Saale durch. Oekonomierat Leppelmann hatte den Zentrumsredner Richter-Brockmann aus Roxel für ein Referat gewonnen. Dieser rechtfertigte in seinem Vortrag die Arbeit der Zentrumspartei in den vergangenen Jahren, wobei er sich besonders mit den landwirtschaftlichen Fragen und den Fehlern des Zentrums beschäftigte. Dass sich die reichsweiten politischen Auseinandersetzungen zwischen den konkurrierenden Parteien bis in die ländlich-dörfliche Sphäre Rorups erstreckten, zeigt sich an der Anwesenheit von Mitgliedern der nationalsozialistischen Sturm-Abteilung (SA). Vorn im Saale hatten nämlich ungefähr 10 SA-Leute Platz genommen, die zeitweise versuchten, die Versammlung durch Zwischenrufe zu stören.2 Als im Herbst 1932 wiederum Reichtagswahlen bevorstanden kam es am 24. Oktober  neuerlich zu einer „machtvollen“ Zentrumsversammlung in Rorup. Diesmal sprach der Reichstagsabgeordnete und Landwirt Schulte Uhlenbruch aus Recklinghausen, der eine politische Orientierung auf die anstehenden Reichstagswahlen vornahm.3

Die Reichstagswahlergebnisse des Jahres 1932 bewegen sich im reichsweiten Trend. Lag die Wahlbeteiligung im Amt Rorup im Juli 1932 noch bei 85,6 %, so sank sie vier Monate später auf 75,4 %. Am stärksten waren die Auswirkungen bei der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), die sich von 298 Stimmen auf 154 fast halbierte (von 14,3 % auf 8,4 %). SPD (von 45 auf 41 Stimmen) und KPD (von 39 auf 65 Stimmen) kam im Amtsbezirk nur marginale Bedeutung zu. Büßte das Zentrum vom Sommer 1932 bis zum Herbst 1932 auch 256 Stimmen ein, verfügte die Partei immer noch über die absolute Mehrheit (von 66,6 % auf 61,6 %). Zur zweitstärksten Kraft stieg im November 1932 die Deutsche Landvolkpartei auf, die zu einem Sammelbecken für enttäuschte NSDAP-Wähler in der ländlichen Region wurde (von 177 auf 282 Stimmen; von 8,5 % auf 15,4 %). Amtsweit überproportional schnitt die NSDAP im November 1932 in den Orten Darup und Rorup ab, in denen sie 12,1 % der Stimmen bekam und im Vergleich zum Juli nur 2,6 % weniger erhielt.4

Die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 war das Ergebnis eines politischen Ränkespiels rund um den Reichspräsidenten Hindenburg, ohne demokratische Legitimation vorausgegangener Wahlen. Bevor sich das „Kabinett der nationalen Erhebung“ Wahlen stellte, fanden in Rorup am 12. März 1933 Kommunal- und Kreistagswahlen statt. Über 92 % der Einwohner machten dabei von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Auf Gemeindeebene stellten sich vier Listen zur Wahl. Gewählt wurden von der Liste 1: F. Wiemann, P. Bäumer, H. Schwering, G. Wortmann; von der Liste 2: B. Stüwing, H. Klüsener und Jos. Seidensticker. Von den beiden folgenden Listen kamen nur die Spitzenkandidaten L. Mentzen und Heinrich Kock in die Vertretung. Die Liste 1 erhielt 101 Stimmen; Liste 2: 75 Stimmen; Liste 3: 45 Stimmen und Liste 4: 24 Stimmen.

Bei der gleichzeitig durchgeführten Kreistagswahl errangen Heinrich Kerkhoff, Pächter aus Lette, für die Zentrumspartei und Josef Tork, Landwirt aus Lette, für die Liste der NSDAP die Kreistagsmandate.5

Der Kreistagssitz für das NSDAP-Mitglied Tork war symptomatisch für die Wählerstimmung im Amt Rorup, nachdem die Nationalsozialisten zur Kanzlerschaft gekommen waren. Die Ergebnisse der Reichstagwahl vom 5. März 1933 katapultierten die Regierungspartei NSDAP auf 33,7 % der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 88,3 %. Die Wählerschaft der Deutschen Landvolkpartei ging im neu aufgestellten Kampfbund Schwarz-Weiß-Rot auf, während das Zentrum aufs Neue 103 Stimmen verlor und mit 47,8 % knapp unter der absoluten Mehrheit blieb. Damit hatte die demokratische Mehrheit aufgehört zu bestehen.6

Fand die Reichstagswahl im März 1933 schon nicht unter freien und gleichen Bedingungen statt, so reduzierten sich die in der Folgezeit abgehaltenen „Reichstagswahlen“ auf Volksabstimmungen über eine Einparteienliste mit Akklamationscharakter. Die eigentliche Wahlalternative bestand nur in der Stimmenthaltung oder der Nein-Stimme. Entsprechend sind die Pressemeldungen zu lesen, wie diejenige zur Reichstagswahl vom März 1939: „Dülmen treu zum Führer. 99 von hundert Stimmen für die Liste des Führers“. Das amtliche Ergebnis im Amt Rorup näherte sich der 100-Prozentmarke, denn von den abgegebenen 2719 Stimmen entfielen 2713 auf die Liste, während 0,2 Prozent Nein-Stimmen oder ungültig waren.7

Handelte es sich im Grunde genommen bei diesen „Reichstagswahlen“ um eine Farce, so wurden sie zumindest von den lokalen Parteimitgliedern nicht als solche aufgefasst, sondern man bemühte sich in den Formen der politischen Auseinandersetzung um Zustimmung zur Politik des Reichskanzlers und Führers. Dieser war zwar nicht abhängig vom Ausgang dieser Wahlen, aber sie galten doch als Stimmungstest, der immer wieder vor oder nach grundlegenden innen- wie außenpolitischen Entscheidungen eingeholt wurde. Entsprechend lag der Ehrgeiz der örtlichen Parteigruppen darin, eine möglichst hohe – 99-prozentige – Zustimmung zu erzielen. Als ein Beispiel für einen „Wahlkampf“ unter den Rahmenbedingungen des Führerstaates kann die Reichstagswahl vom 10. April 1938 in Rorup betrachtet werden, die den „Anschluss“ Österreichs durch den Einmarsch deutscher Truppen am 12. März 1939 legitimieren sollte. Am Dienstag, dem 5. April 1938, fand im Saale der Gastwirtschaft Jacobs eine „gut besuchte“ Versammlung der NSDAP statt. Als Referent fungierte Gauredner Standartenführer Heinzelmann aus Münster. Auf das übliche Eingangsritual mit dem Fahneneinmarsch folgte die Begrüßung durch den Ortsgruppenleiter und Volksschullehrer Goedde. Heinzelmann „verbreitete sich anschließend in freier Form über die Pflicht eines jeden Deutschen, am 10. April  dem Führer sein,JA’ zu geben. Seine klar verständlichen Ausführungen gipfelten in dem Hinweis auf die größte weltgeschichtliche Tat Adolf Hitlers, die Vereinigung Altösterreichs mit dem Mutterlande. Der Traum deutscher Menschen, ein Großdeutschland zu bilden von der Nordsee bis Wien und Königsberg zur Westmark, ist durch den Führer verwirklicht worden. Langanhaltender Beifall bewies dem Redner, daß auch die Roruper Volksgenossen am 10. April  den Dank an Adolf Hitler durch ihr,JA’ abstatten werden. Mit dem Gruß an den Führer und den Nationalliedern konnte der Stützpunktleiter die Versammlung schließen.“8

Nun handelte es sich beim dem Einmarsch in die souveräne Republik Österreich zwar um einen Bruch des Völkerrechts, doch verbanden sich mit der Vereinigung Österreichs zum Großdeutschen Reich Vorstellungen und Ziele wie sie seit der 1848er Revolution und dann wieder mit der Zerschlagung der Donaumonarchie nach Ende des Ersten Weltkriegs durch den Vertrag von Versailles (1919) von weiten Kreisen der konservativen Bevölkerung geteilt wurden. Daher kann das Wahlergebnis im Amt Rorup nur wenig überraschen. In der Gemeinde Rorup entfielen auf die 511 abgegebene Stimmen 2 Stimmen auf Nein. Die Gemeinde Darup zählte 4 Nein-Stimmen bei 561 abgegebenen Wahlzetteln. Gab es in der Gemeinde Lette noch 9 ablehnende Voten bei 1187 abgegebenen Stimmen, so stimmten 383 Wähler der Gemeinde Limbergen geschlossen im Sinne Hitlers mit Ja. In den vier Gemeinden wurden nur 3 ungültige Stimmzettel abgegeben. Dementsprechend konnte die Dülmener Zeitung am 12. April 1938 melden: „Die Gemeinde Limbergen bekennt sich geschlossen zum Führer und zum groß-deutschen Reich. Was die Neinsager betrifft, so ist ihre Zahl verschwindend gering, es sind die Ewiggestrigen, denen man den Verstand geklaut hat!“9

Schulwesen und Lehrer

Das Jahr der „Machtergreifung“ (1933) begann in Rorup unspektakulär mit der Einführung des neuen Hauptlehrers Anton Lutterbeck. Am 11. Januar 1933 fand diese in der Roruper Knabenschule in feierlichem Rahmen statt. Außer dem Schulvorstand war als Vertreter der Regierung Schulrat Fiedler erschienen. Er wies in seiner Rede auf die Pflichten und Aufgaben des Schulleiters hin und überreichte danach die Bestallungsurkunde der Regierung. Im Auftrage des Schulvorstandes begrüßte Bürgermeister Schulze Darup den neuen Schulleiter und Pfarrer Ebbert betonte das enge Zusammenwirken von Schule und Kirche. Zum Schluss des Festaktes dankte der neue Hauptlehrer für seine Ernennung und gelobte, seine ganze Kraft in den Dienst der Volksschule zu setzen, für „Volk und Vaterland“.10 Dieses Treuebekenntnis zu „Volk und Vaterland“ spiegelt noch die demokratische Verfassungsnorm der Weimarer Republik wider, die nach dem 30. Januar 1933 bald der diktatorischen Verfassung des Führerstaates weichen sollte.

Alte Knabenschule in Rorup
Alte Knabenschule in Rorup

Vor Ort in Rorup lässt sich die allgemein einsetzende Gleichschaltung bei der Einführung und Vereidigung des neuen Schulbeirates illustrieren. Im Sprachgebrauch der seit April 1933 auf NS-Linie einschwenkenden „Dülmener Zeitung“ wird von diesem Vorgang berichtet. Der Amtsbürgermeister führte die neu ernannten „Volksgenossen“ aus dem Amte Rorup im Amtshaus in ihre Pflichten ein. Dazu gehörte die Erläuterung der Eidesformel, die die Schulbeiräte in feierlicher Form auf „Volk und Führer“ verpflichtete. Bürgermeister Küsters stand dem Gremium als Ortsschulvorsteher vor, dem aus der Gemeinde Rorup als Schulbeiräte Gemeinde-Bürgermeister Fallbrügge, der Bauer und Parteigenosse (Pg) Wiemann, der Lehrer und Pg Goedde, Pfarrer Ebbert und Bauer Wemhoff angehörten.11 Der bereits früh der NSDAP beigetretene Lehrer Gödde war am 1. Juli 1932 von der Schule Ellerwick zu der Roruper Volksschule versetzt worden.12

Nach der Etablierung der NS-Herrschaft und der Gleichschaltung der Lehrerverbände gehörte Lutterbeck, der in die NSDAP eingetreten war, ebenso wie die Roruper Lehrerin Theresia Schefers dem Nationalsozialistischen Lehrerbund (NSLB) an. Kreisschulrat Bockermann verlieh beiden Lehrkräften am 25. März 1939 in der Aula der Dülmener Dietrich-Eckart-Oberschule – dem umbenannten Städtischen Gymnasium – im Rahmen einer Feierstunde das Treuedienstehrenabzeichen des NSLB nach Vollendung der 25-jährigen Dienstzeit.13

Lutterbeck war aber nicht nur Parteimitglied, sondern er nahm 1937 an einem Kursus für Reserveoffiziere teil. Nach Einführung der allgemeinen Wehrpflicht (1935) liefen die Vorbereitungen für einen neuen Krieg auf Hochtouren. Lutterbeck als Teilnehmer des Ersten Weltkriegs und Lehrer mit Multiplikatorenfunktion war ein gern gesehener Kandidat für die Laufbahn eines Leutnants der Reserve, obwohl er von seiner schulischen Ausbildung dafür eigentlich nicht geeignet war, denn Volkschullehrer hatten in der Regel keine Hochschulreife und kein Studium absolviert, sondern eine Pädagogische Akademie.14

Der Grad der Verbreitung der NS-Ideologie über die Schule bis in den ländlichen Bereich lässt sich an einigen Beispielen verdeutlichen. An die Seite des Pfarrers als frühere Aufsichtsperson im Volksschulwesen trat der Stützpunktleiter der NSDAP in Rorup. Am ersten Ferientag überreichte dieser in einer kleinen Feierstunde Hubert Gesterkamp, als dem besten und eifrigsten Schüler der zu Ostern 1937 aus der Schule Entlassenen im Auftrage des Kreisleiters das Buch „Mein Kampf“ von Adolf Hitler. Gesterkamp war gleichzeitig Jungzugführer im Deutschen Jungvolk, der NS-Kinderorganisation. Außer ihm verließen 18 Schüler und Schülerinnen die Roruper Volksschule. Am 13. April 1937 traten mit Beginn des neuen Schuljahrs 19 Lernanfänger in die Jungen- und in die Mädchenschule ein.15

Im Jahr 1939 stand die Schulentlassungsfeier noch stärker unter dem Eindruck des bevorstehenden Krieges, der im Vorjahr durch das Einlenken der Westmächte in der Frage des Sudetenlandes und dem Stillhalten bei der im März 1939 erfolgten Besetzung der „Rest-Tschechei“ abgewandt worden war. Schulleiter Lutterbeck begrüßte im Lokal des Gastwirtes Kerkhoff die zahlreich erschienenen Eltern, Lehrer und Schüler zu einer „gemeinsamen schlichten Feierstunde“. Natürlich waren auch Ortsgruppenleiter Goedde, Bürgermeister Pg Wiemann und der Standortführer der Hitler-Jugend (HJ), Pg Seidensticker, erschienen. Im ersten Teil der Feier wurden Ausschnitte aus der praktischen Arbeit in der Leibeserziehung der Jugend gezeigt. Darauf nahm Lutterbeck in seiner Rede Bezug und wies auf deren Stellenwert hin. Er unterstrich den hohen Wert des Turnens, das nicht nur den Körper stähle, sondern auch die geistigen Eigenschaften Wille, Charakter, Mut und Gehorsam. Eine Filmvorführung über das Schwimmen schloss sich an und zeigte, dass selbst eine Landgemeinde wie Rorup auf Dauer nicht auf eine Schwimmeinrichtung verzichten könne. Anschließend sangen die Anwesenden das Lied „Heilig Vaterland“ und der Schulleiter überreichte mit einem „Wort zur Reifesprechung“ den 24 Schulentlassenen die Entlassungszeugnisse. Ortsgruppenleiter Goedde nahm die Entlassenen daraufhin in das „schaffende Volk“ auf. „Die erhebende Feierstunde nahm mit einem Gelöbnis an den Führer und dem Singen der Lieder der Nation ihren Abschluss“, so die Zeitungsmeldung.16 Aus dem Ablauf der Schulentlassung wird zum einen die angestrebte Strukturierung des eben nicht mehr bürgerlichen Lebens im Sinne der NS-Volksgemeinschaft deutlich. Die Jugendlichen werden nicht in das Leben entlassen, sondern in das „schaffende Volk“. Zum anderen erfüllt die „Leibeserziehung“ keinen gesundheitlichen Zweck, sondern erzieht den eigenen Leib im Hinblick auf die Interessen des NS-Staates zu einem willigen, mutigen und gehorsamen Teil des „Volkskörpers“. Die Wehrertüchtigung steht im Vordergrund des Schulsports ebenso wie in den Jugendorganisationen des Deutschen Jungvolks und der HJ.

Die schon in der Weimarer Republik eingeführte duale Berufsausbildung fand ihre Fortsetzung im NS-Staat. In Rorup bestand eine Abteilung der ländlichen Kreisberufsschule, die 1937 durch einen neuen reichseinheitlichen Typ ersetzt wurde, mit dem neuartige Berechtigungstitel verbunden waren. Mit dem Erlass des Reichsschulpflichtgesetzes von 1938 wurde der Besuch der Berufsschule für alle Jugendlichen, die keine weiterführende Schule besuchten, bis zum 18. Lebensjahr zur Pflicht. Am 2. Mai 1938 begann wieder der Unterricht an der Ländlichen Kreisberufsschule in Rorup. Unterricht für die Klasse 2 erteilte Lehrer Goedde. In ihr waren alle Jugendlichen zusammengefasst, die in landwirtschaftlichen Betrieben tätig und Ostern 1937 aus der Volksschule entlassen worden waren. Der Einzugsbereich erstreckte sich auf Rorup, Darup und Hövel-Limbergen sowie einen Teil von Welte und Empte. Der Unterrichtsbeginn war um 17 Uhr in der Mädchenschule. Die Klasse 1, die Hauptlehrer Lutterbeck leitete, bildete die Eingangsklasse, in der die Jungen des Entlassungsjahrgangs Ostern 1938 zusammengefasst waren. Schulraum für die erste Klasse war in der Knabenschule, wo der Unterricht um 16 Uhr begann. Der Zeitungsartikel wies nochmals ausdrücklich darauf hin, „daß der Besuch der Berufsschule Pflicht ist“.17

Badeanstalt

Der Verfasser eines Artikels in der „Dülmener Zeitung“ suchte 1933 auch in Rorup dem fortschrittlichen Gedanken der Förderung des Schwimmsports zum Durchbruch zu verhelfen, nachdem man im benachbarten Dülmen drei Jahre zuvor das Strandbad eröffnet hatte. „Der dringende Wunsch, auch in Rorup eine Badeanstalt zu haben, wiederholt sich in jedem Jahr bei Beginn der Badezeit. Die Beschaffung einer solchen Badegelegenheit ist ein vielseitiger berechtigter Wunsch wie eine dringende Notwendigkeit. Gerade das jetzige neue Deutschland wünscht ganz besonders die Jugendtüchtigkeit, hierzu gehört auch das Baden. In Rorup wäre die Beschaffung einer Badeanstalt mit ganz geringen Kosten verbunden. Wenn zwei bis drei Arbeitslose zwei Tage beschäftigt würden, und dazu ein kleines einfaches Umkleidehäuschen errichten würden, wäre das Übel beseitigt. Rorup hätte die schönste Badeanstalt. Feudale Sache, und die ganze Geschichte kostet nur 50 RM. Wenn man sich mal vor Augen führt, wie so manchmal viel höhere Summen unnützlicher verwandt werden, sollte man sich fragen, das hätte auch schon längst gemacht werden können. Also liebe Väter der Gemeinde Rorup: Stimmt dem Antrage dieser so notwendigen Sache zu und Ihr habt der ganzen Gemeinde genützet.“18 Der holperige und flammende Appell an die Gemeindeväter blieb zunächst folgenlos. Ernsthafter wurden die Bemühungen erst 1937, als sich der Gemeinderat erneut mit dem leidigen Thema beschäftigte. Alle waren sich einig, dass im nächsten Jahr mit dem Bau einer Badeanstalt begonnen werden sollte.19 Und tatsächlich konnte der Badebetrieb im Sommer 1938 aufgenommen werden. „Damit ist ein in der Bevölkerung jahrelang herrschender Wunsch und besonders der Jugend Rechnung getragen worden, nicht zuletzt im Sinne der nationalsozialistischen Forderung, wonach jedes Dorf seine Badegelegenheit haben soll, damit nicht nur jeder Deutsche ein Schwimmer, sondern jeder Schwimmer auch ein Retter sein soll,“ so fasste die Dülmener Zeitung den ideologischen Hintergrund entsprechender reichsweiter Kampagnen zur Förderung des Schwimmsports zusammen, der nun auch bis ins entlegene Rorup seine Früchte getragen hatte.

Nützlich erwies es sich dabei, dass Rorups Bürgermeister und NSDAP-Mitglied Wiemann im Besitz des Staurechts an dem aus dem Roruper Holz kommenden Bach (Schlattbirke) war. Daher konnte das Wasser zwischen seinem Hof und dem Gehöft Wessling-Stüwing aufgestaut werden, so dass es an der Staumauer eine Tiefe von ca. 2 Meter erreichte. Den Nichtschwimmerbereich ließ Wiemann ausbetonieren und mit einer Treppe versehen. Das so entstandene Planschbecken hatte eine Wassertiefe von etwa 60 Zentimeter. Es war ca. 6 mal 5 Meter groß. Der Schwimmbereich erstreckte sich über eine Fläche von etwa 10 bis 15 Meter mal 3 bis 4 Meter. Auf der Wiese stand eine Bretterbude, die als Umkleidekabine diente. Ferner gab es ein Duschhäuschen von 1 mal 1 Meter Grundfläche, das aber nur von der Familie Wiemann benutzt werden durfte. Es wurde kein Eintritt erhoben und es war keine Badeaufsicht vorhanden. Das Jungvolk und die HJ absolvierten hier ihre Schwimmstunden. Die Badeanstalt bestand bis 1945 und wurde dann geschlossen.20

Gemeindeverwaltung

Zwei Wochen nach der Kommunalwahl im März 1933 trat die Gemeindevertretung des Amtes Rorup zu ihrer konstituierenden Sitzung im Amtshaus zusammen. Der Ehrenbürgermeister eröffnete die Versammlung, der Gemeindevorsteher führte die Mitglieder ein und machte die Vertretung mit den Rechten und Pflichten bekannt. Durch Handschlag verpflichtete er die neuen Parlamentarier und bat um gewissenhafte Erledigung aller bevorstehenden Arbeiten. Die Wahlprüfung ergab keine Beanstandungen. Dann wurde die Neuwahl des Gemeindevorstehers vorgenommen, die in der einstimmigen Wiederwahl des bisherigen Vorstehers Fallbrügge gipfelte. Zum stellvertretenden Gemeindevorsteher wurde der Landwirt Wiemann Lödding gewählt, nachdem der Amtsobersekretär Richter die Wahl abgelehnt hatte. Die Dienstaufwandsentschädigung für den Gemeindevorsteher blieb unverändert. Dem Schulvorstand gehörten an: Ludwig Steerbrink, Wiemann-Lödding, Wilhelm Hülsmann und Ludwig Mentzen. In das Kuratorium der ländlichen Fortbildungsschule wurden Ludwig Mentzen, Wilhelm Mersmann und Th. Nottbeck gewählt. Weitere Beratungspunkte bildeten Kanalisierungsarbeiten und die Teerung der Straßen.21

Ehemaliges Amtsgebäude in Rorup
Ehemaliges Amtsgebäude in Rorup

Bis ein lang gehegter Wunsch der Roruper Bevölkerung, nämlich die Fertigstellung des letzten Kilometers der Letterstraße vor dem Ortseingang, in Erfüllung ging, sollte es noch bis zum Sommer 1937 dauern. Seitdem verbindet beide Amtsorte eine Asphaltstraße.22

Im Jahre 1933 kam es im Amt Rorup innerhalb der Verwaltung zu einem tief greifenden personellen Umbruch, der aber nicht durch politische Eingriffe verursacht war. Die Pensionierung des Amtsobersekretärs Richter im April 1933 kam nicht durch politischen Druck zustande, sondern beendete eine 29-jährige Dienstzeit bei der Amtsverwaltung in Rorup, wofür der Bürgermeister dankte und das gute Verhältnis lobte.23 Im Oktober 1933 verstarb ganz unerwartet sein Nachfolger, der Amtsobersekretär und das NSDAP-Mitglied Heinrich Schmitz im Alter von 41 Jahren, der erst kurze Zeit in Diensten des Amtes gestanden hatte.24

Ein erstes „braunes“ Zugeständnis der Gemeindevertretung bildete im Oktober 1933 ein Beschluss der HJ eine einmalige Beihilfe von 50 RM zu bewilligen. Ansonsten beschäftigte sich die Vertretung mit den üblichen Regularien wie der Wahl des Gemeindevorstehers Fallbrügge zum 1. Schiedsmann und Amtsobersekretär a.D. Richter zum Stellvertreter. Dem kommunalen Wegebau diente der Beschluss, eine Brücke im Fußweg Peters an der Dülmener Kirchspielgrenze instand zu setzen, falls die Gemeinde Dülmen die Hälfte der Kosten übernehmen würde. Weitere Baumaßnahmen, die als Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen gedeutet werden können, bezweckten eine gründliche Pflasterung des Spielplatzes an der Knabenschule mit Bruchsteinen und einer Planierung mit Asche und Sand. Aus einer Rückerstattung über 208 RM Körperschaftsteuer durch das Finanzamt spendete die Gemeinde 58 RM zur „Förderung der nationalen Arbeit“.25 Mit Ablauf des Jahres 1933 wurde die frühere Dienstwohnung im Amtsgebäude zu Büroräumen umgebaut. Dadurch konnte die Amtskasse von Darup nach Rorup verlegt und die Verwaltung des Amtes stärker in Rorup konzentriert werden.26 Gut anderthalb Jahre stand Paul Darup als Amtsrentmeister der Kasse vor, bevor er nach 30-jähriger Dienstzeit krankheitsbedingt in den Ruhestand entlassen wurde. Mit der Führung der laufenden Geschäfte beauftragte die Amtsversammlung den seit 10 Jahren tätigen Kassensekretär Seidensticker.27 Eine endgültige Besetzung fand erst später mit Heinrich Leiermann statt. Der mit dem Titel eines Amtsrentmeisters versehene Kassenleiter hatte die Inspektorenprüfung 1938 vor dem Prüfungsausschuss der Verwaltungsschule Münster-Rheine-Coesfeld in Münster bestanden.28

Im Juli 1934 tagte der Gemeinderat unter dem Vorsitz des Gemeindeschulzen Fallbrügge in Anwesenheit des Ehrenbürgermeisters Küsters in der Wirtschaft Jacobs, wo er eine Reduzierung seiner Mitglieder von neun auf sechs Personen beschloss. Auf die nach wie vor dominante Stellung der Kirche im Alltagsleben deutet hin, dass Änderungen der Ortsatzungen jeweils Sonntags nach dem Hochamt bekannt gemacht und gleichzeitig in den angebrachten Gitterkästen veröffentlicht werden sollten.29 Im Juni 1936 führte der Gemeindebürgermeister zwei neue Beigeordnete ein. Das Amt bekleideten die NSDAP-Mitglieder Franz Goedde und Franz Wiemann, die ihre Ernennungsurkunden erhielten.30

Der seit 1919 als Gemeindebürgermeister amtierende und mittlerweile Mitglied der NSDAP gewordene Hermann Fallbrügge schied 1937 alters- und krankheitsbedingt aus. In Anwesenheit des Kreisleiters der NSDAP Lorenz Tewes, des Landrats Pg Dr. Stachels sowie des Amtsbürgermeisters Pg Küsters, der Politischen Leiter der Ortsgruppe Rorup und der Gemeinderäte wurde die feierliche Einführung des bisherigen Beigeordneten Franz Wiemann zum neuen Bürgermeister vorgenommen. Zu neuen Beigeordneten wurden Paul Bäumer und Josef Lesting ernannt. Landrat Dr. Stachels dankte dem scheidenden Fallbrügge für seine Tätigkeit und würdigte seine Verdienste um die Gemeinde Rorup. Die Aufgaben des neuen Bürgermeisters umriss der Landrat in „klaren und eindeutigen Zügen“, bevor er ihn per Handschlag verpflichtete. Die enge Verbindung und wechselseitige Verflechtung von Staat und Partei dokumentiert die Anwesenheit des Kreisleiters Tewes, der gleichfalls das Wort ergriff. Ausdrücklich wies Tewes bei seinem Dank an den scheidenden Gemeindebürgermeister „auf das gute Einvernehmen hin, welches allezeit zwischen dem Bürgermeister Pg Fallbrügge und der örtlichen Parteileitung bestanden habe“. Seine Wünsche für den neuen Bürgermeister verband er mit einem Hinweis auf die Gauschule für Kommunalpolitik in Porta und legte allen Mandatsträgern den Besuch der Schulungskurse ans Herz. Selbstverständlich gelobte Wiemann immer „in Zusammenarbeit mit der Partei für das Wohl der Gemeinde arbeiten“ zu wollen, wie ihm seinerseits Ortsgruppenleiter Goedde diese zusicherte und die Feierlichkeit mit dem Hitler-Gruß endete.31

Nicht erst mit dem Beginn der Aufrüstung und der Einführung des Vierjahresplans (1936) kam der Versorgung mit Lebensmitteln eine hohe Priorität zu. Das Schlagwort vom „Volk ohne Raum“, das für die Sicherstellung seiner Nahrungsgrundlage nach Osten expandieren müsse, und die Verklärung von Bauerntum sowie Blut und Boden sind nur eine Seite der Medaille. Die andere Seite bestand in einer Landflucht und dem Mangel an landwirtschaftlichen Arbeitskräften. Der Ernteeinsatz von HJ und Arbeitsdienst sollte Abhilfe schaffen, ebenso wie die fehlenden Kapazitäten in der chemischen Industrie zur Produktion von Pflanzenschutzmitteln durch menschliche Arbeitskraft ersetzt werden mussten. Im Amt Rorup führte 1938 wie im Vorjahr der Amtsbürgermeister Pg Küsters eine Schädlingsbekämpfungsaktion durch. Der Einsatz galt besonders Kohlweißlingen und Wespennestern. Die gesamte Schuljugend erhielt Gelegenheit „an diesem großen Aufbauwerk“ teilzunehmen, wie es in der „Dülmener Zeitung“ emphatisch hieß. Die Fangprämie belief sich für 30 Kohlweißlinge auf 10 Pfennig und für ein Wespennest auf 20 Pfennig. Allerdings zahlte die Amtskasse die Prämie nicht in bar aus, sondern in Form von Sparmarken. Neben den kassentechnischen Vorteilen schwang die pädagogische Vorstellung mit, den Sparsamkeitssinn des Kindes zu regen. Um den internen Wettkampf der Schulen anzuregen, veröffentlichte die Amtsverwaltung die Ergebnisse der einzelnen Schulen für das Jahr 1937. Die Kinder der Schule in Hövel vernichteten 7.000 Schmetterlinge und 26 Wespennester. Darup meldete 10.550 Kohlweißlinge und 34 Wespennester, die Schule Herteler 10.290 Schmetterlinge und 4 Wespennester. An der Spitze stand die Schule in Lette mit 18.696 gefangenen Schmetterlingen. Rorup brachte es auf 11.190 Kohlweißlinge und 86 Wespennester.32

Mit der NS-ideologischen Überhöhung des Bauerntums und der Förderung des ländlichen Lebens stand die rückwärtsgewandte Idealisierung von dörflichen Bauweisen und Erscheinungsbildern im Einklang. Wettbewerbe unter dem Motto „Unser Dorf soll schöner werden“ sind keine Erfindung von Marketing-Experten der 1960er Jahre, sondern haben eine lange Tradition. Bereits im Jahre 1938 beteiligte sich das Amt Rorup an einem Leistungswettkampf zur Dorfverschönerung. Der Amtsbürgermeister lud dazu am 12. Juli  die Amtsältesten und Gemeinderäte nach Lette in die Truppführerschule des Reichsarbeitsdienstes (RAD). Anwesend waren die Ortsgruppenleiter, Führer der Gliederungen der NSDAP, Ortsobmänner der Deutschen Arbeitsfront (DAF) und die Leiter der Schulen des Amtes, womit die NSDAP als Initiator und wesentlicher Träger der Aktion greifbar wird. Der Amtsbürgermeister und Parteigenosse Küsters begrüßte besonders den im Amte gut bekannten Brigadeführer des RAD Pg Lorenz, den Vertreter des Kreisleiters, den Kreisobmann der DAF Pg Mövius, den Vertreter des Gauobmanns der DAF Pg Borowski aus Münster, als Vertreter des Landrates Pg Gebring, Schulrat Pg Bockermann und den Gastgeber, Oberstfeldmeister Zanner, sowie die übrigen Vertreter von Partei und Staat. Es wurde für jedes Dorf ein Arbeitsausschuss gegründet. Arbeitsschwerpunkte bildeten im Sommer die Verschönerung des Dorfes nach außen, im Winter die kulturelle Betreuung in Dorfgemeinschaftsabenden und die Schaffung von Dorfbüchereien. Damit bezweckte die Partei einerseits die Zurückdrängung kirchlicher Versammlungsformen und Freizeitangebote bis hin zur Schließung der katholischen Borromäus-Büchereien und andererseits eine ideologische Beeinflussung der Dorfbevölkerung. Natürlich erhielten auch die weiblichen Einwohnerinnen einen Part der „Helferin“ bei der Aktion zugewiesen, über den die Ortsfrauenschaftsleiterin Hüning aus Darup referierte: „So wie die Frau die Seele der Familie sei, so müsse sie in der Gemeinschaft die Seele des Dorfes sein. … Da müsse auch die allerletzte Bauernfrau mitmachen, und über den Kochtopf hinaussehen, um das Leben im Dritten Reich zu verfolgen.“ Die Teilnehmer wurden vor Ort über die Ziele und Aufgaben des RAD und der Truppführerschule informiert. Den Abschluss bildeten eine Besichtigung der einzelnen Schulabteilungen und die Flaggenparade der 190 jungen Führeranwärter. Wiederum stand in typischer Weise ein wirkungsvoll gelenktes Massenereignis mit Musik, Marsch und Uniformen am Ende der Parteiveranstaltung.33

Vereine

Neben bestehenden Gesang- und Sportvereinen bildeten sich im Laufe des Jahres 1933 neue Vereine bzw. wurden existierende Vereine zwangsvereinigt oder sie mussten sich nach dem Führerprinzip organisierten Dachverbänden anschließen. Der Anstoß erfolgte dazu meist von außen. Am 24. März 1933 fuhren die Ortsvereine Dülmen und Coesfeld nach Rorup, um eine Stahlhelmgruppe zu gründen. Die Vorsitzenden stellten den zu der Gründungsversammlung Erschienenen die Aufgaben und Ziele des „Stahlhelm – Bund der Frontsoldaten“ dar. Mit dem Kernpunkt, der Forderung wieder unter der alten Fahne für Deutschlands Größe zu kämpfen, konnten sich zumindest die Christlich-Konservativen auch identifizieren. Darüber hinaus stellte der 1918 gegründete „Stahlhelm“ einen stark antirepublikanischen Wehrverband dar, der sich durch Uniform und Rangabzeichen eine militärähnliche Organisation gegeben hatte und als militärisches Reservereservoir galt. Die politische Grundtendenz bestand zum einen in einem Expansionsstreben nach Osten und zum anderen in einer völkisch-antisemitischen Weltanschauung, die sich deutlich von den eher beschaulich Erinnerungen pflegenden Kriegervereinen unterschied. Zum Vorsitzenden der Roruper Ortsgruppe wählte man den Landwirt und das NSDAP-Mitglied Franz Wiemann. Den Vorsitz über den Jungstahlhelm übernahm Josef Seidensticker, Bezirkswart der katholischen Deutschen Jugend Kraft (DJK).34

Über die Vereinsstruktur in Rorup informiert ein Artikel der „Dülmener Zeitung“ vom 28. Januar 1934. Der mitgliederstärkste Verein war mit 80 Personen der Kriegerverein. Die SA in Rorup hatte sich im Jahre 1933 soweit etabliert und/oder Druck ausgeübt, dass zum Schluss des Jahres „dank der Mildtätigkeit der Roruper Einwohner“ eine neue Sturmfahne beschafft werden konnte. Der Gesangverein hielt einige Liederabende ab und half mit „an dem hohen Ziele dem deutschen Volkslied den alten Platz wieder einzuräumen“. Dieses, so kann man zwischen den Zeilen lesen, wurde auch auf dem Lande von modernen Schlagern an den Rand gedrängt. Im Oktober 1933 hatte der Gesangverein den Hauptlehrer Lutterbeck zum Vorsitzenden gewählt und sich dem Deutschen Sängerbund angeschlossen. Der Sportverein „Brukteria“ konnte auf dem grünen Rasen bei Gesellschafts- und Meisterschaftsspielen gute Erfolge erzielen. Einer allgemeinen Tendenz folgend, warb auch Rorup um Urlauber aus dem nahe gelegenen Ruhrgebiet. Etwa 200 aus den Industriestädten anreisende Sommerfrischler quartierten sich im Sommer in der Gaststätte Nottbeck ein. Im Oktober wurde der Ortsbauernstand gegründet, der es auf fast 80 Mitglieder brachte.35

Im Gegensatz zum „Stahlhelm“ blieb die Kriegerverein Rorup in den dreißiger Jahren stets aktiv und feierte wie im Juni 1936 an zwei Tagen im Waldschlößchen sein jährliches Kameradschaftsfest. Wenn ein Witzbold meinte, dass die alten Kämpfer nur Coca Cola trinken würden, zeigte sich darin doch die Wertschätzung, die die Veteranen in den Augen der Jüngeren genossen. Am zweiten Tag fand traditionell ein feierliches Requiem für die gefallenen Kameraden in der Pfarrkirche statt. Anschließend begaben sich die Mitglieder zum Töttchenessen ins Festzeit.36

An einem Sonntagmorgen, dem 11. April 1937, hielt die Kriegerkameradschaft Rorup in der Gaststätte ihres Kameraden Lödding ihre gut besuchte Generalversammlung ab. Kameradschaftsführer war ebenso wie 1933 der Vorsitzende der Ortsgruppe des „Stahlhelm“ Franz Wiemann. Dieser eröffnete die Tagung mit dem „deutschen Gruß“ und dankte vor allem für das vollzählige Erscheinen. Dass es mit der Freiwilligkeit im NS-Staat nicht mehr weit her war, dokumentiert die Bekanntmachung des Kameradschaftsführers, dass am kommenden Sonntag ein Übungsschießen auf dem Schießstand Karthaus stattfinde, an dem die Kameraden „geschlossen teilnehmen müss[t]en“. Offenbar teilten nicht alle Mitglieder die neue Richtung. Anders lässt sich der Appell an ausgetretene Mitglieder nicht interpretieren, in dem es heißt, dass diejenigen Mitglieder, welche aus der Kameradschaft ausgetreten seien, wieder aufgenommen werden könnten und keine Beiträge nachzuzahlen bräuchten, wenn sie sich bis zum 1. Mai 1937 neu angemeldet hätten.37

Mit der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht am 16. März 1935 stand eine neue Gruppe potenzieller Mitglieder für die Ortsgruppe des Reichskriegerbundes bereit.

Im Januar 1938 hielt der Kriegerbund seine Generalversammlung im Saale der Gastwirtschaft des „Kameraden“ Anton Lödding-Wilstacke ab. Der Kameradschaftsführer, Bürgermeister und Parteigenosse Franz Wiemann konnte bei dieser Gelegenheit außer den alten Mitgliedern eine größere Anzahl Reservisten der jungen neuen Wehrmacht begrüßen, die sich zum Beitritt in den Reichskriegerbund bereit erklärten, „um so die alten Soldatentugenden weiter zu hegen und zu pflegen“. Der Kameradschaftsführer Wiemann wies darauf hin, dass sich in nächster Zeit alle Mitglieder zur Anlage einer Karteikarte beim Pg Bernhard Sanders in Rorup zu melden hätten. Die älteren Kameraden sollten ihren Militärpass, die Reservisten der neuen Wehrmacht ihren Wehrpass als Nachweis ihrer Berechtigung mitbringen.38

Es dauerte nicht lange und im Laufe des Jahres 1938 fand eine durch die Reichsregierung verfügte Neuordnung der Kriegerbünde statt. Im Zuge der Umorganisation hielt man einen Appell der Kriegerkameradschaft Rorup ab, der den Zusammenschluss sämtlicher Krieger- und Soldatenverbände der alten und jungen Reservisten bezweckte. Fast alle ehemaligen Soldaten waren wieder in der Gaststätte Lödding erschienen. Der Kameradschaftsführer Wiemann begrüßte die Kameraden und den Stellvertreter des verhinderten Stützpunktleiters der NSDAP, den Pg Kusgörd. Wiemann verlas dann die Verfügung zur Neugliederung, wonach alle Soldaten jetzt im Kyffhäuserbund zusammenzuschließen seien. Dieser Anordnung folgten die Roruper Soldaten, von denen sich 60 Männer für den Bund als aktive Mitglieder eintragen ließen.39

Eine weitere Etappe des von oben regulierten Vereinslebens war am 22. Februar 1939 bei einem Monatsappell im Vereinslokal Lödding erreicht. Die Militarisierung der Gesellschaft suchte auch in nicht durch die NSDAP und ihre Untergliederungen beeinflusste Kreise einzudringen. Der Kameradschaftsführer erläuterte den Vereinsmitgliedern die Richtlinien für das Abhalten von Kameradschafts- und Führerappellen. Zum belehrenden Teil des Appells machte er folgende Ausführungen: Dem NS-Reichskriegerbund seien vom Führer vielseitige Aufgaben gestellt worden. Die alten Soldaten seien stolz darauf und würden in allen Lagen des Lebens mit alter Soldatentreue für den Führer und das Vaterland eintreten. Aus diesem Grunde hätte sich ein Teil der nicht mehr wehrpflichtigen Kameraden in der Kameradschaftsarbeit zum Dienst mit der Waffe eintragen lassen. Dieses sei zu begrüßen und zeuge davon, dass der Kameradschaftsgeist im Soldaten stets lebendig gewesen sei und bleibe.40

Ein weiterer Verein trat in Rorup im Juni 1937 – wiederum wie schon der „Stahlhelm“ von außen initiiert – mit dem Volksbund der Deutschen im Ausland (BDA) ins Leben. Dies geschah in den Zeiten, als die Parole vom „Heim ins Reich“ umlief, die Propaganda für eine Einverleibung aller von Deutschen besiedelten Gebiete machte. Dazu zählten neben Österreich das Sudentenland, Westpreußen mit Danzig, Posen und andere Gebiete. Im Saale des Pg Jacobs wurde eine Kundgebung des BDA abgehalten, die gleichzeitig als Gründungsversammlung gedacht war. Dass es sich bei dem Volksbund um eine von der NSDAP getragene Bewegung handelte, beweist nicht zuletzt die Federführung des Stützpunktleiters der NSDAP in Rorup bei der Begrüßung der Erschienenen. Als Geburtshelfer fungierte der Ortsgruppenleiter des BDA Coesfeld, der Pg Paszeck. Im Mittelpunkte standen die Ausführungen des Parteigenossen Weinberger, der als Südtiroler selbst aus der Sicht des Auslandsdeutschen über die Verhältnisse der vom „Heimatland getrennten Brüder“ referierte. Es fanden sich schließlich 25 Männer bereit, das Anliegen des BDA besonders den Bauern jenseits der Grenzen zu helfen, auf lokaler Ebene zu unterstützen. Zum Ortsleiter des BDA wurde der geborene Danziger Friedrich Nowack vorgeschlagen, der sich darauf bereit erklärte, die Belange des BDA zu wahren – eine Wahl fand dank der Organisation auf der Grundlage des Führerprinzips nicht statt.

Geschäftswelt

Im 19. Jahrhundert hatte die rasante Industrialisierung die handwerkliche Produktion in den Bereichen des Bekleidungsgewerbes (Schuster, Schneider) zur Konzentration in Kleinbetriebe oder der Hausindustrie geführt. Der selbstständige Handwerksmeister geriet durch den Ersten Weltkrieg, der durch die Einziehung zum Kriegsdienst zur Schließung vieler Betriebe führte, in eine Existenzkrise, die in der Weimarer Republik nur unzureichend durch staatliche Maßnahmen zu steuern war. Dementsprechend prägte die Angst vor einer sozialen Deklassierung das Handwerk, das Ende der 1920er Jahre unter den Folgen der Weltwirtschaftskrise litt und willig den politischen Phrasen der NS-Propagandisten folgte. Kurz nachdem der Boykott jüdischer Geschäfte am 1. April 1933 deren Verdrängung beabsichtigte hatte, errichtete das Reichswirtschaftsministerium am 3. Mai  den „Reichsstand des Deutschen Handwerks“, in dem alle Handwerke organisiert waren.

Der 22. Oktober 1933 wurde von der Reichsregierung zum „Tag des deutschen Handwerks“ erklärt und spektakuläre Aktionen bis hinunter auf die Ortsebene Rorups veranstaltet. Klassische Zutaten bestanden in einem Umzug durch die Gemeinde, „wie ihn Rorup noch nicht gesehen hat“. Betriebsamkeit verdeckte nur notdürftig die fehlenden inhaltlichen Maßnahmen von Partei und Staat. Um 14.30 Uhr stellten sich sämtliche Wagen, Reiter und übrigen Festteilnehmer an der Knabenschule auf. An dem Festzug nahmen Reiter, Gärtner, Müller, Bäcker, Metzger, Schützenverein, DJK, Maurer, Zimmerer, Wanderburschen, Schreiner, Schmiede und sonstige Metallhandwerker, Maler-Anstreicher, Wagen mit Altveteranen, Vertreter der Behörde und Gemeinde, Musikkapelle, Kriegerverein, Schuhmacher, Sattler, Schneiderinnen, Schneider, Holzschuhmacher, Friseure, Wirte und Lumpensammler teil. „Sollte irgendein Berufsstand oder sonstige Fachschaft nicht angeführt sein, so möge man das entschuldigen, dieselben werden selbstverständlich gerne eingereiht. Der Festzug zieht durch das Dorf über die Adolf-Hitler-Straße zur Festwiese,“ wo Ansprachen gehalten wurden.41 Kurz gesagt, die gesamte von den Nationalsozialisten propagierte Volksgemeinschaft gab sich ein Stelldichein und sollte auf diese Art innere Widersprüche und soziale Konflikte überdecken.

Von dem erfolgreichen Wirken Roruper Handwerker legen Geschäftsjubiläen Zeugnis ab, wie das 30-jährige der Bäckerei Bäumer, das am 17. August 1937 begangen wurde. Das Geschäft hatte sich besonders durch die Herstellung seines echten münsterländischen Pumpernickels einen Namen gemacht. Der große Kundenkreis reichte bis in die weitere Umgebung. Der Pg Paul Bäumer betätigte sich als Lokalpolitiker und saß als alter Roruper jahrelang in der Gemeindevertretung.42

Im April 1939 konnte Anton Kusgörd sein 25-jähriges Meisterjubiläum als Maler und Anstreicher begehen. Der Pg Kusgörd bekleidete innerhalb der Gemeinde Rorup das Amt eines Gemeinderates und innerhalb der Ortsgruppe der NSDAP das Amt eines Ortsgruppenpropagandaleiters.43

Die seit einigen Jahren betriebene Fremdenverkehrswerbung zeigte zumindest für das Gastgewerbe gewisse Erfolge. In das „idyllisch gelegene Dörfchen am Fuße der Baumberge“ kamen im Jahre 1937 wieder Sommerfrischler aus den Städten des Industriegebiets. Im Juli suchten 30 bis 40 Sommergäste dörfliche Abgeschiedenheit und ländliche Ruhe. Als Freizeitaktivitäten standen Wanderungen im Roruper Holz auf dem Programm, um neue Kraft für den Winter zu sammeln. Nicht zuletzt spielte der Konsum der lokalen Spezialitäten in Form von dicken Bauernschinken, edler Landbutter und westfälischem Pumpernickel der Bäckerei Bäumer eine Rolle für das leibliche Wohlbefinden. Den Geldbeutel schonte der Verzicht auf die Erhebung einer Kurtaxe.44

Der Fremdenverkehr und eine steigende Motorisierung der Bevölkerung machten die Versorgung mit Kraftstoffen zu einem dringenden Erfordernis. Im Juni 1938 ging ein lang gehegter Wunsch einheimischer und fremder Autofahrer nach fast zweijähriger Unterbrechung in Erfüllung. Rorup hatte wieder eine Tankstelle, die sich mitten im Dorfe am Hause von Josef Bäumer befand.45

Ansichtskarte des Gasthauses Nottbeck in Rorup aus den 1930er Jahren
Ansichtskarte des Gasthauses Nottbeck in Rorup aus den 1930er Jahren

Die alljährliche Kirmes im Juni zog nicht nur die Einheimischen an, sondern bildete auch ein Ereignis, zu dem die Sommergäste strömten. Im Jahre 1939 erlitt die Kirmes jedoch einen schweren Abbruch, zumindest was die Attraktivität für die Jugendlichen anging, da die angemeldeten Fahrgeschäfte in Form eines Karussells und einer Schaukel ausblieben.46

Ein Vergnügen für groß und klein, das seit dem Ersten Weltkrieg eine große Verbreitung erfahren hatte, war das Kino. Seit Anfang der 1930er Jahre hatte sich der Tonfilm durchgesetzt, der neben dem Radio als das Massenmedium gerade von den Nazis entdeckt und in seiner Propagandawirkung virtuos genutzt wurde. Zwar existierte in Rorup kein eigenes Lichtspielhaus, aber dank des Einsatzes von Tonfilmwagen der Gebiets HJ kam das Kino aufs Dorf. Im Saal der Gaststätte Jacobs wurde der Film „Hitler-Junge Quex“ gezeigt, der Werbung für die Jugendorganisation der NSDAP machte. Neben der örtlichen HJ fanden sich in großer Zahl die Eltern der Jungen, die politischen Leiter und die Vertreter der Behörden ein „und waren restlos begeistert“. Natürlich ging es bei den Einsätzen des Tonfilmwagens in Rorup nicht um die Vorführung von Unterhaltungsfilmen mit Heinz Rühmann oder Willy Fritsch, beliebten Filmschauspielern in den Leinwandkomödien der Zeit, sondern am 28. Mai  stand der Film „Ein Volk, ein Reich, ein Führer“ auf dem Programm. Der plakative Titel verrät die Zielrichtung des Films, der als Bildbegleitung eines Vortrages konzipiert war. Da der Redner am angekündigten Termin verhindert war, übernahm Franz Goedde, der Roruper Ortsgruppenleiter der NSDAP, die Einführung.

Es dauerte bis zum September 1938, als die NSDAP-Ortsgruppe das Heft in die Hand nahm und statt des Tonfilmwagens der Gebiets-HJ selbst Filmabende durchführte, um auf diese Weise im öffentlichen Raum präsent zu sein. Wiederum im Saal der Gaststätte Jacobs, der dem Massenandrang jedoch nicht gewachsen war, wurde der Tonfilm „Maria, die Magd“ vorgeführt, „der bei allen Anwesenden tiefe Eindrücke hinterließ“. Von nun an sollten monatlich Filmvorführungen stattfinden, deren Programmauswahl sich aber mehr am Massengeschmack orientierte, wie sich zeigte, als am 14. Oktober  Heinz Rühmann als „Der Mustergatte“ glänzen sollte.47

Redaktion: Friedrich-Wilhelm Hemann

1. Adressbuch des Kreises Coesfeld, Coesfeld 1937, S. 276.

2. Dülmener Zeitung (DZ) vom 20. Juli 1932.

3. DZ vom 26. Oktober 1932.

4. DZ vom 7. November 1932.

5. DZ vom 15. März 1933.

6. DZ vom 6. März 1933.

7. DZ vom 30. März 1936.

8. DZ vom 8. April 1938.

9. DZ vom 12. April 1938.

10. DZ vom 13. Januar 1933.

11. DZ vom 12. Februar 1936.

12. DZ vom 25. Juli 1932.

13. DZ vom 31. März 1939.

14. DZ vom 3. April 1937; ebd., vom 20. Dezember 1956: Abschied von der Schule. Lehrer Lutterbeck, Rorup, tritt in den Ruhestand.

15. DZ vom 3. April 1937.

16. DZ vom 20. April 1939.

17. DZ vom 30. April 1938.

18. DZ vom 10. Juni 1933.

19. DZ vom 18. September 1937.

20. Brigitte Kramer, Freizeitspaß und Schwimmvergnügen. Geschichte des öffentlichen Badewesens in Dülmen, Dülmen 2002 (Dülmener Archiv 1), S. 80-82.

21. DZ vom 01. April 1933.

22. DZ vom 18. August 1937.

23. DZ vom 6. April 1933.

24. DZ vom 26. Oktober 1933.

25. DZ vom 17. Oktober 1933.

26. DZ vom 28. Januar 1934.

27. DZ vom 14. Juni 1935.

28. DZ vom 27. April 1938.

29. DZ vom 26. Juli 1934.

30. DZ vom 25. Juni 1936.

31. DZ vom 25. November 1938.

32. DZ vom 19. Juli 1938.

33. DZ vom 15. Juli 1938.

34. DZ vom 29. März 1933.

35. DZ vom 28. Januar 1934.

36. DZ vom 26. Juni 1936.

37. DZ vom 16. April 1937.

38. DZ vom 14. Januar 1938.

39. DZ vom 06. April 1938.

40. DZ vom 25. Februar 1939.

41. DZ vom 18. Oktober 1933.

42. DZ vom 18. August 1937.

43. DZ vom 29. April 1939.

44. DZ vom 30. Juli 1937.

45. DZ vom 1. Juni 1938.

46. DZ vom 23. Juni 1939.

47. DZ vom 17. September 1938.

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