Dülmener Heimatblätter

Herausgeber: Heimatverein Dülmen e. V.

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<< Heft 2, 2001

Ludger Hillermann

Vereinsleben im Jahr 2001

Fachgruppe Denkmalpflege

Am 18. Januar 2000 wurde auf Initiative von August Deckenhoff die Fachgruppe Denkmalpflege im Dülmener Heimatverein gegründet. Bei der Gründungsversammlung im Café Uckelmann waren Vertreter aus jedem Ortsteil unserer Stadt vertreten. Wie wichtig dieser Gruppe mit ihrem Vorsitzenden August Deckenhoff die Pflege und Erhaltung der Dülmener Denkmäler war, zeigte sich sehr schnell. Im Jahre 2000 gelang es, die Finanzierung für die Restaurierung zweier Denkmäler zu sichern:

„Schutzengel“ in Weddern

Bildstock an der Kapelle Visbeck

Die Aufträge erhielt der Bildhauer Ludger Wennemer aus Münster. Die restaurierten Denkmäler wurden am 29. April in Weddern und am 28. Mai 2001 in Visbeck eingeweiht. Der Initiator dieser Bemühungen konnte diese Erfolge nicht miterleben, er verstarb im März 2001 plötzlich und unerwartet (siehe: Dülmener Heimatblätter 48/2001, S. 52f.).

Im April 2001 übernahm Herr Heribert Windau aus Hiddingsel den Vorsitz der Fachgruppe, einige neue Mitglieder erklärten ihre Mitarbeit. Die Arbeit wird im Sinne von August Deckenhoff fortgesetzt.

Mitgliederversammlung

Am 15. Mai wurde die Generalversammlung im St.-Barbara-Haus von 76 Mitgliedern besucht. Die Mitgliederzahl stieg im Berichtsjahr um sechs Personen auf nunmehr 506 Mitglieder.

Nach den üblichen Regularien erläuterte der Stadtarchivar Dr. Friedrich-Wilhelm Hemann das neue Stadtmodell. Die moderne Technik machte es möglich, dass zu den Worten des Referenten Ausschnitte des Modells, entsprechende Fotos und erläuternde Texte gleichzeitig auf der Leinwand erschienen.

Auf Anregung des Vorstandes entwickelte Dr. Hemann abschließend Perspektiven zur Erstellung eines Modells, das Alt-Dülmen vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg zeigt. Das Vorstandsmitglied Klaus Josef Kettelhake hatte diesen Gedanken schon vorher aufgegriffen und machte der Versammlung einen Vorschlag zur Finanzierung: Sponsoren sollen angesprochen werden und jedes Mitglied einen einmaligen Betrag von 100,00 DM zahlen. Die Mitgliederversammlung stimmte dem zu.

Fachgruppen

Folgende Fachgruppen haben im Jahr 2001 gearbeitet:

Denkmalpflege - Sprecher: Heribert Windau

Max von Spießen - Sprecher: Ralf Oldenburg

Erklärtes Ziel ist es, die Arbeiten des Dichters, Genealogen und Heraldikers Max von Spiessen bekannt zu machen. Am 19. September 2001 stellten Ralf Oldenburg und Günter Peters dessen Werk im literarischen Café in der Stadtbücherei vor. Mit der Herausgabe des gesamten Werkes ist im Jahr 2002 zu rechnen.

Plattdeutsch - Sprecher: Günter Peters

Die Fachgruppe führte im Jahr 2001 fünf Sitzungen durch. Besonderes Engagement zeigen die „Plattdeutschen Heimatfreunde“ immer beim Martinsgans-Essen im November. Aus drei Schulen (A. von Droste Hülshoff Gymnasium, C. Brentano Gymnasium, St. Georg Grundschule Hiddingsel) konnten Schülerinnen und Schüler gewonnen werden, die Texte und Gedichte vortrugen. Paul Hanskötter und Günter Peters sorgten für die weitere Unterhaltung. Den zweiten Teil des Abends gestaltete der Coesfelder Heimatsänger Heinz Wietholt.

Jugendarbeit - Sprecher: Erik Potthoff, Dietmar Rabich

Im Rahmen der Jugendfreizeit wurde erstmalig ein Projekt für Kinder und Jugendliche angeboten. Die Dülmener Zeitung berichtete am 28. Juli 2001 unter der Überschrift: „Kinder nehmen Lüdinghauser Tor unter die Lupe“.

Anna Katharina Emmerick - Sprecher: Ludger Hillermann

Im Frühjahr und Herbst trafen sich rund 15 Bürgerinnen und Bürger, um das Andenken an die Mystikerin des Münsterlandes wach zu halten.

Konkrete Ziele:

In Zusammenarbeit mit dem Emmerick-Bund Referenten zur Verfügung zu stellen, die interessierten Bürgern, Besuchern und Pilgern aus aller Welt das Lebenswerk der „Nonne aus Dülmen“ erläutern.

Die neueste Emmerick-Forschung verfolgen und begleiten.

Exkursionen

Die erste Fahrt führte bereits im Januar 2001 ins Landesmuseum nach Münster. Mittelalterliche Kostbarkeiten aus dem Xantener Dom wurden gezeigt, die Ausstellung hieß: „Der Schatz von St. Viktor“

Im Juni wurde unter fachkundiger Leitung von Dr. Friedrich-Wilhelm Hemann die Ausstellung „Judocus Vredis“ im Landesmuseum besucht. Erstes Ziel der Fahrt war die Kartause Weddern, wo der in Vreden geborene Judocus von 1493 – 1540 Mönch war. Hier entstanden die feinen künstlerischen Tonreliefs mit religiösen Bildinhalten, die in Münster ausgestellt waren.


Stand des Heimatvereins am Tag des Ehrenamtes (22. September 2001)

Eine ganztägige Fahrt führte im September zum Niederrhein. Eine Ausstellung im Schloss Moyland machte am Vormittag mit dem wechselvollen Leben von Joseph Beuys bekannt. Die mittelalterlichen Schnitzaltäre in der St.-Nicolai-Kirche in Kalkar sorgten am Nachmittag für das Kontrastprogramm. Der Tag mit so unterschiedlichen Kunsterlebnissen wurde mit einem Spaziergang am Rheinufer in Rees und einer Kaffeepause mit Blick auf den breiten Strom abgeschlossen.

Stadtführungen

Das neue Stadtmodell ist sicher ein Grund mit, dass der Wunsch nach einer Stadtführung immer häufiger wird. Folgende Gruppen wurden durch Mitglieder des Vereins durch unsere Stadt geführt: Schulklassen, interessierte Bürger, neu Zugezogene, Vereine unserer Stadt und aus Nachbarstädten, Besucher und Pilger, die aus aller Welt kommen und die Gedächtnisstätten von Anna Katharina Emmerick besuchen.

Neu war im Jahr 2001, dass wir zum Stadtfest am 3. Oktober sieben Stadtführungen in einem Rhythmus von einer Stunde angeboten haben:

Thema (Führer)

1. Das Herzogliche Schloss (Erik Potthoff)

2. Das Lüdinghauser Tor (Erik Potthoff)

3. Die Fenster der St.-Viktor-Kirche (Ludger Hillermann)

4. Heilig-Kreuz-Kirche und Emmerick-Grab (Ludger Hillermann)

5. Die Stadtbefestigung (Dr. Friedrich-Wilhelm Hemann)

6. Das Rathaus und der Marktbrunnen (Günter Peters)

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